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Mit einer Zeremonie haben italienische Minister, Behördenvertreter und Gäste aus Afrika am Montag an die Opfer der Flüchtlingsdramen vor Lampedusa erinnert. Die Gedenkfeier fand im südsizilianischen Agrigent statt.

"Italien ist bewegt, wir sind hier, um an die vielen Opfer zu erinnern, die gehofft haben, eine bessere Zukunft zu finden und nun tot sind", sagte Verteidigungsminister Mario Mauro, der mit Innenminister Angelino Alfano und Integrationsministerin Cécile Kyenge an der Gedenkfeier.

Agrigents Bürgermeister Marco Zambuto kritisierte die Feier als "Foto-Gelegenheit". Lampedusas Bürgermeisterin Giusi Nicolini boykottierte die Zeremonie, weil sie nicht auf ihrer Insel stattfand.

Überlebende der Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa versuchten mit einem Sitzstreik, ihre Teilnahme an der Trauerzeremonie zu erstreiten. Dies berichtete italienische Medien am Montag.

Die Überlebenden sagten dem Sender SkyTG24, sie hätten bei dem Unglück Angehörige verloren. Sie warteten seit mehr als zwei Wochen darauf, sie in einer Zeremonie betrauern zu können. Etwa 200 ums Leben gekommene Bootsflüchtlinge wurden bereits auf den Friedhöfen von Agrigent und Umgebung bestattet.

SDA-ATS