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Japanische Politiker haben erneut dem umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni ihre Aufwartung gemacht. Damit provozierten sie den Protest Chinas.

Neben rund 160 Parlamentsabgeordnete reihte sich am Freitag zum Herbstfest auch ein Minister der Regierung des Ministerpräsidenten Shinzo Abe in die Reihen der Pilger ein.

Peking reagierte empört: Chinas Vize-Aussenminister Liu Zhenmin bestellte den japanischen Botschafter ein. Der Yasukuni-Schrein sei ein Symbol für japanischen Militarismus, sagte die Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums vor Journalisten. Jeder Besuch des Schreins sei ein "unverhohlener Versuch, die gewalttätige Geschichte von Japans Militär reinzuwaschen".

In dem Schrein im Herzen Tokios gedenken die Japaner der rund 2,5 Millionen Seelen von in Kriegen für das Kaiserreich Gestorbenen - darunter die von 14 hingerichteten Kriegsverbrechern.

Pilgergänge japanischer Politiker lösen bei Chinesen, Südkoreanern und Taiwanern immer wieder aufs Neue Wut aus. Japan hatte während des Zweiten Weltkriegs grosse Teile Koreas und Chinas sowie mehrere Länder Südostasiens besetzt.

Abe liess Opfergabe überbringen

Um die wegen Inselstreitigkeiten und Japans Umgang mit seiner kriegerischen Vergangenheit ohnehin schon schwer angespannten Beziehungen zu China nicht noch weiter zu belasten, blieb Abe selbst dem Schrein zum jährlichen Herbstfest fern.

Dafür liess er jedoch eine Opfergabe in Form eines Baumes überbringen. Sein Innenminister Yoshitaka Shindo scherte sich nicht um die Empfindungen der Opfer der früheren japanischen Aggressionen während des Zweiten Weltkrieges und ging zum Schrein. Er sei als "Privatmann" gekommen, daher dürfte das kein diplomatisches Problem werden, sagte er anschliessend Reportern.

SDA-ATS