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Die Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung in Japan haben sich zerschlagen. Im dritten Quartal schrumpfte die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt überraschend um 0,4 Prozent, wie die Regierung in Tokio am Montag mitteilte.

Experten waren dagegen von einem Zuwachs um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal ausgegangen.

Investoren reagierten auf die Zahlen verschreckt: Die Börse gab in Reaktion auf die unerwartet schlechten Konjunkturdaten deutlich nach. Der Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Akira Amari, begründete die schlechten Wirtschaftsdaten vor allem damit, dass sich die private Nachfrage nicht so erholt habe wie erwartet.

Die japanische Wirtschaft kämpft noch immer damit, dass die Mehrwertsteuer im April von 5 auf 8 Prozent angehoben wurde. Deswegen sank die Wirtschaftsleistung bereits im Frühjahr um 1,9 Prozent. Bei einem Rückgang auch im folgenden Quartal sprechen die meisten Experten von einer Rezession.

Ein Vertrauter von Ministerpräsident Shinzo Abe hatte gesagt, dass der Regierungschef die zweite Stufe der Mehrwertsteuererhöhung von 8 auf 10 Prozent wohl verschieben wolle. Ausserdem könnte er Wahlen vorziehen, um mehr Rückhalt für seine Politik zu bekommen.

Die Mehrwertsteuer wurde im April von fünf auf acht Prozent angehoben und sollte eigentlich im Oktober 2015 auf zehn Prozent steigen. Die Entscheidung steht japanischen Medienberichten zufolge in dieser Woche an.

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SDA-ATS