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Japanische Autohersteller überlegen Branchenkreisen zufolge, ihre Produktion abwechselnd herunterzufahren, um Strom zu sparen. Damit wollen die Konzerne verhindern, dass ihre Stromversorgung wegen Engpässen nach dem Ausfall des havarierten AKW Fukushima rationiert wird.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag unter Berufung auf Branchenkreise. So wollten die Autokonzerne für die Produktion schädliche "Blackouts" vermeiden. Ein kompletter Stromausfall für drei Stunden würde zum Beispiel eine Karosseriefertigung für insgesamt neun Stunden lahmlegen.

Erwartet wird, dass sich die Unternehmen in Kürze im Rahmen eines Treffens beim Branchenverband auf einen Rotationszeitplan einigen. Andere Industriezweige könnten folgen, hiess es in dem Bericht.

Die Produktion in der japanischen Autobranche ist derzeit durch die Folgen des schweren Erdbebens ohnehin bereits deutlich eingeschränkt. Die acht grössten Hersteller erwarten nach Angaben vom Freitag Produktionsausfälle von etwa 365'000 Fahrzeugen. Wenn die Bänder nicht zu den bisher geplanten Zeitpunkten wieder anlaufen könnten, seien höhere Ausfälle nicht ausgeschlossen.

Reedereien meiden Tokio aus Angst vor Strahlung

Internationale Reedereien vermeiden es aus Angst vor Strahlenbelastungen, die Häfen von Tokio und Yokohama anzulaufen. Wie die Zeitung "New York Times" berichtete, hätten mehrere grosse Reedereien den Frachtverkehr gestoppt oder eingeschränkt.

Dagegen würden die von Fukushima weiter entfernten Häfen wie Osaka und Kobe weiterhin angelaufen. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd bedient die Häfen Tokio, Yokohama und Nagoya seit zehn Tagen nicht mehr, sondern leitet den Verkehr nach Kobe um. Bis jetzt betrifft das rund ein Dutzend Schiffe.

Bei den meisten ist das bereits so geschehen, bei anderen geplant. Das Unternehmen beobachtet nach eigenen Angaben die Situation in Japan kontinuierlich und entscheidet von Tag zu Tag, welche Häfen angelaufen werden.

Anders hat sich die Reederei Hamburg Süd entschieden, die weiterhin Tokio anläuft, das nächste Mal planmässig am 1. April. Die japanische Containerreederei NYK stellt fest, dass alle Dienste nach den gewohnten Fahrplänen abgewickelt werden. Daran werde sich erst etwas ändern, wenn offizielle Messwerte etwas anderes nahelegen.

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SDA-ATS