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In der Schweiz gibt es so viele gemeinnützige Stiftungen wie noch nie zuvor. Insgesamt waren Ende des vergangenen Jahres 12'957 Stiftungen im Handelsregister eingetragen. Fast jede fünfte davon - 18,8 Prozent - fördert Hochschulen.

"Es besteht kein Zweifel, dass die private Wissenschaftsförderung in der Schweiz an Bedeutung gewinnt." Zu diesem Schluss kommt der Stiftungsreport 2013. Hatten 1990 gerade einmal 427 Stiftungen die Förderung der Wissenschaft im Zweck, war dies 2010 bereits bei über 2300 Stiftungen der Fall, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Dabei werde privates Forschungsengagement noch immer kritisch beäugt, schreiben die Autoren des Reports. Vor allem die Reaktionen auf die von der UBS gegründete und mit 100 Millionen Franken ausgestattete "UBS Foundation of Economics in Society" habe die Gemüter erhitzt. Die Stiftung soll an der Universität Zürich fünf volkswirtschaftlich ausgerichtete Lehrstühle finanzieren.

Transparenz vonnöten

Auch gemeinnützige Stiftungen investieren immer mehr in die private Wissenschaftsförderung. "Für die weitere Entwicklung wird es wesentlich sein, einerseits die entstandene Geberkultur zu fördern und andererseits allgemeingültige Standards im Verhältnis zwischen Hochschulen und privaten Förderern zu definieren", wird im Report festgehalten.

Dazu gehörten neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themas auch die aktive Aufklärung seitens der Hochschulen über den Nutzen und den Einsatz privater Fördergelder.

Freies Kapital als Treiber

Im Allgemeinen stellten die 376 Neugründungen im vergangenen Jahr "ein klares Indiz für die ungebrochene Attraktivität des Schweizer Stiftungssektors" dar. Ein Blick ins benachbarte Ausland bestätigt dies: In Deutschland ist die Zahl der Neugründungen von 2007 bis 2012, trotz weitreichender Gesetzesreformen, um fast die Hälfte gesunken.

Dies scheint laut den Autoren ein Hinweis darauf zu sein, "dass die Gründung von Stiftungen nicht primär in steuerlichen Anreizen, sondern in der Verfügbarkeit von freiem Kapital liegt". Über die Hälfte der neu gegründeten Stiftungen hat gemäss dem Report einen nationalen oder internationalen Zweck.

Insgesamt verfügen die gemeinnützigen Stiftungen über ein geschätztes Gesamtvermögen von 70 Milliarden Franken. Im Durchschnitt verfügt eine Schweizer Stiftung über ein Vermögen von 5,4 Millionen Franken

Der Schweizer Stiftungsreport wird jährlich vom Centre for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, von SwissFoundations und dem Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich herausgegeben.

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SDA-ATS