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Schweizer Kinderkliniken haben im vergangenen Jahr 1136 Fälle von Kindsmisshandlung gemeldet. Damit liegt die Zahl der gemeldeten Fälle etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Erneut waren Kinder im ersten Lebensjahr mit 240 Fällen am häufigsten von Misshandlungen betroffen.

Bei rund rund der Hälfte der gemeldeten Fälle waren die Opfer jünger als 6 Jahre. Dies teilte die Fachgruppe Kinderschutz der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie am Freitag mit.

Sie stützt sich dabei auf Meldungen von vermuteten oder sicheren Fällen von Kindsmisshandlung aus 18 von insgesamt 26 Schweizer Kinderkliniken. Bei der Hälfte der Hälfte kann die Diagnose gemäss der Fachgruppe als sicher bezeichnet werden.

Häufigste Diagnose: Körperliche Misshandlung

Am häufigsten wurde im letzten Jahr die Diagnose körperliche Misshandlung gestellt (329 Fälle). In 298 Fällen lautete die Diagnose Vernachlässigung, in 262 Fällen wurden Kinder psychisch misshandelt.

Die Fälle von psychischer Misshandlung hätten damit im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, schreibt die Fachgruppe Kinderschutz. Dasselbe gelte für die Fälle von sexuellem Missbrauch. Die 243 Meldungen im Jahr 2012 entsprechen einem Rückgang von 16 Prozent.

Die Fachgruppe hält allerdings fest, dass die Zahl der registrierten Kinderschutzfälle "unverändert hoch" bleibt. Gerade die kleinsten Kinder, die am meisten Fürsorge benötigten, seien den verschiedenen Formen von Gewalt am stärksten ausgesetzt.

Mädchen häufiger betroffen

Mädchen waren mit 53 Prozent etwas häufiger Opfer der Misshandlungen als Knaben. Ging es um sexuellem Missbrauch, waren die Opfer gar in vier von fünf Fällen Mädchen.

Die Täter waren bei sexuellen Übergriffen aber in neun von zehn Fällen männlich. Die Täterinnen befinden sich demgegenüber bei den Fällen von Vernachlässigung in der klaren Mehrheit.

Praktisch immer handelte es sich bei den Täterinnen und Tätern um Familienmitglieder oder Bekannte des Kindes. Nur in 19 Fällen wurde ein Fremdtäter identifiziert.

Zahlen seit 2009

In 46,3 Prozent der Fälle wurden vormundschaftliche Massnahmen eingeleitet. Strafrechtliche Konsequenzen für die Täter haben 18 Prozent der Fälle. Entweder hatten die Behörden die Massnahmen bereits eingeleitet, oder aber sie wurden von der Kinderschutzgruppe veranlasst.

Die Zahlen von Kindsmisshandlungen waren erstmals 2009 national gesammelt und veröffentlicht worden. Damals waren 785 Fälle registriert worden, allerdings beteiligten sich damals noch weniger Kliniken an der Erhebung.

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SDA-ATS