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Die jesidische Politikerin Wian Dachil ist mit dem diesjährigen Anna-Politkowskaja-Preis der britischen Menschenrechtsorganisation RAW in War ausgezeichnet worden. Dachil nahm den Preis am Montag dankend an.

Die irakische Abgeordnete habe "vielen jesidischen und irakischen Frauen und Mädchen, die nicht gehört werden können, eine Stimme gegeben", erklärte die Organisation am Montag zur Begründung. Dachil forderte mehr Augenmerk für das Schicksal der religiösen Minderheit der Jesiden, die von der Terrormiliz des so genannten Islamischen Staates (IS) brutal verfolgt wird.

Es sei selten, einen wirklich glücklichen Jesiden zu sehen, weil "unsere Mädchen, Frauen und Kinder von der gefährlichsten Organisation der Welt als Geiseln gefangen gehalten werden", schrieb Dachil in ihrer Dankesrede. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen haben Kämpfer des IS etliche jesidische Frauen im Irak entführt und nach Syrien verschleppt, wo sie zum Islam konvertieren mussten und mit Dschihadisten zwangsverheiratet wurden.

Der Vormarsch der sunnitischen Fanatiker im Irak und Syrien im August hatte eine Massenflucht von hunderttausenden Zivilisten ausgelöst. Um weitere Gräueltaten der Dschihadisten zu verhindern, begannen die USA Anfang August mit Luftangriffen auf den IS im Irak, die später auf Syrien ausgeweitet wurden.

Im vergangenen Jahr hatte die bei einem Anschlag der Taliban lebensgefährlich verletzte pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai den Politkowskaja-Preis erhalten. Mit der nach der 2006 ermordeten russischen Journalistin benannten Auszeichnung ehrt RAW in War Frauen für ihren Einsatz für die Menschenrechte in Konfliktgebieten. Politkowskaja hatte in ihren Artikeln immer wieder Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien angeprangert.

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The citizens' meeting

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SDA-ATS