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Der Jesuitenorden zahlt in den USA hunderten Opfern sexuellen Missbrauchs insgesamt 166,1 Millionen Dollar. Damit ist die Entschädigungssumme eine der höchsten, die im Rahmen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche der USA vereinbart wurde, wie am Freitag bekannt wurde.

Betroffen sind mehr als 450 Missbrauchsopfer, die meisten davon indianischer Abstammung. Sie gingen allesamt auf Schulen des Jesuitenordens in den US-Staaten Oregon, Washington, Idaho, Montana und Alaska.

Ein 51-jähriges Opfer erklärte, sie und ihre zwei Schwestern seien vom Rektor eines von Jesuiten betriebenen Internats im Staat Washington missbraucht worden. Der Missbrauch habe sich in den späten 60er und frühen 70er Jahren abgespielt. Angefangen hätten die Übergriffe als sie und ihre Schwestern sechs oder sieben Jahre alt gewesen seien.

Der Jesuitenorden Oregon Province of the Society of Jesus teilte mit, das am Freitag vereinbarte Abkommen wegen eines andauernden Insolvenzverfahrens und "aus Respekt für das Justizverfahren und alle Beteiligten" nicht zu kommentieren.

Der Jesuitenorden hatte bereits zuvor 200 weitere Schadensersatzforderungen mutmasslicher Missbrauchsopfer beglichen und 2009 Insolvenz angemeldet. Dem Orden wird vorgeworfen, problematische Priester in Schulen in abgelegenen Dörfern und in Indianerreservaten untergebracht zu haben.

Ein Anwalt von Missbrauchsopfern, John Manly, beschuldigte den Orden, es Tätern ermöglicht zu haben, Kinder zu missbrauchen. "Es war kein Unfall. Die Beweise zeigten, dass sie (die Jesuiten) es absichtlich getan haben und es Vergewaltigung war."

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SDA-ATS