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Klare Worte vom britischen Aussenminister Boris Johnson an den russischen Präsidenten in Sachen Syrien. (in einer Aufnahme vom 31. März in Brüssel)

KEYSTONE/EPA/STEPHANIE LECOCQ

(sda-ats)

Der britische Aussenminister Boris Johnson hat Russlands Unterstützung für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad erneut scharf kritisiert. Präsident Wladimir Putin müsse "der Wahrheit über den Tyrannen, den er unterstützt, ins Gesicht sehen".

Das sagte Johnson laut einer Sprecherin seines Ministeriums am Montag vor dem G7-Aussenministertreffen in Italien. Putin müsse klargemacht werden, dass die Zeit der Unterstützung für Assad vorbei sei.

Putin müsse "verstehen, dass Assad jetzt in jeder Hinsicht giftig ist", sagte Johnson mit Blick auf einen Giftgasangriff in Syrien in der vergangenen Woche. "Er vergiftet die unschuldigen Menschen Syriens mit Waffen, die schon vor hundert Jahren verboten wurden - und er vergiftet das Ansehen Russlands", sagte der Minister.

Aus Protest gegen Russlands Syrien-Politik hatte Johnson am Samstag bereits einen für Montag geplanten Besuch in Moskau kurzfristig abgesagt. Am G7-Aussenministertreffen in Lucca in der Toskana nimmt auch US-Aussenminister Rex Tillerson teil, der am Dienstag und Mittwoch nach Moskau reist.

Die britische Regierung hatte sich am Freitag hinter US-Präsident Donald Trump gestellt, der als Vergeltung für den Giftgasangriff in Syrien einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Regierungstruppen bombardieren liess. London nannte den Einsatz eine "angemessene Reaktion auf den barbarischen Chemiewaffenangriff der syrischen Regierung".

Der Kreml verurteilte die US-Attacke hingegen als "Angriff gegen einen souveränen Staat" und Verstoss gegen das internationale Recht. Moskau bezweifelt, dass die Regierung von Staatschef Assad hinter dem Chemiewaffenangriff vom Dienstag vergangener Woche steckt, bei dem über 80 Menschen getötet wurden.

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SDA-ATS