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Nashville kommt im dritten Spiel der NHL-Finalserie zum ersten Sieg und verkürzt gegen die Pittsburgh Penguins auf 1:2. Beim 5:1-Heimerfolg brilliert Roman Josi mit drei Skorerpunkten.

Das erste Spiel in Nashville schien zunächst den gleichen Verlauf zu nehmen wie die beiden ersten Partien in Pittsburgh. Nur 166 Sekunden benötigten die bis dahin in der Finalserie so effizienten Penguins, um durch Jake Guentzel, den überragenden Rookie, in Führung zu gehen.

Der Umschwung folgte im Mitteldrittel unter dem Diktat von Josi. Der Berner Verteidiger traf in der 26. Minute mit einem Slapshot im Powerplay und war 42 Sekunden später auch an der 2:1-Führung durch Frédérick Gaudreau beteiligt. Den dritten Skorerpunkt liess sich Josi kurz vor Ende des Mittelabschnitts zuschreiben, als James Neal das 3:1 gelang. Im Schlussabschnitt machten die Predators, die nun acht ihrer neun Playoff-Heimspiele gewonnen haben, dank Toren von Craig Smith und Mattias Ekholm.

Josi bemerkte nach dem Spiel, dass sein Team durch das Kollektiv glänze, dass immer wieder andere Spieler für den Unterschied sorgen würden. Allerdings gibt es beim Team aus Tennessee durchaus Konstanten. Zu diesen gehört zweifellos der 27-jährige Schweizer, der in den Playoffs schon sechsmal getroffen hat, so oft wie kein andere Verteidiger. In der Nacht auf Sonntag gelangen ihm als erster Verteidiger drei Skorerpunkt in einem NHL-Finalspiel seit Duncan Keith 2010 für die Chicago Blackhawks.

"Josi ist so konstant, wie man es überhaupt sein kann in der NHL", lobte Trainer Peter Laviolette seinen Leistungsträger. "Jeden Tag, in jedem Training, bei jedem Spiel zeigt er seine Qualitäten. Er ist in der Defensive so gut wie in der Offensive." Die Defensive von Nashville, für die auch Yannick Weber zum Einsatz kam, zeigte mit dem Rücken zur Wand eine starke Leistung, sie neutralisierte unter anderem Jewgeni Malkin und Sidney Crosby. Das geniale russisch-kanadische Duo blieb erst zum dritten Mal bei einem gemeinsamen Einsatz ohne jeglichen Schuss aufs Tor. Die beiden spielen immerhin seit über zehn Jahren für die Penguins.

28 Schüssen gingen trotzdem auf das Tor von Nashville. Im Gegensatz zu den ersten beiden Partien spielte aber Goalie Pekka Rinne überragend. Der fast zwei Meter grosse Finne wurde vor Josi zum "Mann des Spiels" gewählt. Nachdem er in Pittsburgh 8 von 36 Schüssen hatte passieren lassen müssen, vereitelte er nun einige gute Chancen der Penguins. Vor der Partie vor über 17'000 Zuschauern, unter ihnen die Edelfans Keith Urban und Ehefrau Nicole Kidman, war spekuliert worden, dass Rinne seinen Platz für Spiel 3 werde räumen müssen.

Nun steht ausser Frage, dass der 34-Jährige auch in der Nacht auf Dienstag zwischen den Pfosten stehen wird. Im zweiten Heimspiel strebt Nashville den Ausgleich in der Best-of-7-Serie an, ehe es wieder nach Pittsburgh reist, wo in der Nacht auf Freitag das übernächste Duell ansteht. Weiterhin ohne Einsatzminuten im NHL-Final ist Mark Streit, der bei Pittsburgh überzählig war.

SDA-ATS

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