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Journalist in Usbekistan nach 19 Jahren aus Gefängnis entlassen

Offenbar der am längsten inhaftierte Journalist der Welt: Ein Usbeke sass wegen angeblichen Umsturzversuchs 19 Jahre in einer Strafkolonie in Taschkent hinter Gitter. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER

(sda-ats)

Nach fast zwei Jahrzehnten hinter Gittern ist ein Journalist in Usbekistan aus dem Gefängnis entlassen worden. Jusuf Rusimuradow habe die Strafkolonie in Schirschik bei Taschkent am letzten Freitag verlassen, erklärte die Menschenrechtsorganisation Esgulik am Freitag.

Rusimuradow sass 19 Jahre in Haft und war damit nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten der am längsten inhaftierte Journalist der Welt. Er war 1999 wegen eines angeblichen Umsturzversuchs verurteilt worden - nach Angaben von Kritikern ein haltloser Vorwurf. Seine Haftstrafe wurde noch über das eigentlich vorgesehene Entlassungsdatum im Jahr 2014 hinaus verlängert.

Unter der Herrschaft des 2016 gestorbenen usbekischen Staatschefs Islam Karimow waren in dem Land zahlreiche Journalisten inhaftiert worden. Seit Karimows Tod wurden mehr als ein Dutzend von ihnen aus der Haft entlassen. Karimows Nachfolger Schawkat Mirsijojew hat sich vom harten Kurs seines Vorgängers distanziert. Experten erwarten dennoch keine echten politischen Reformen, die eine freie Presse und eine politische Opposition zulassen würden.

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