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Jugendliche haben in der Halloween-Nacht vielerorts die Polizei auf Trab gehalten. Meistens ging es dabei um Eierwürfe, eingeschlagene Scheiben oder blockierte Strassen.

Die Kantonspolizei Zürich etwa musste in der Nacht auf Samstag wegen Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalieren über 90 Mal ausrücken. Neben Eierwürfen ging es um mit Container und Baumaterial blockierte Strassen.

Im Bezirk Uster wurden ein Bürostuhl und zwei Container angezündet, im Bezirk Meilen setzten Unbekannte einen Spielturm in Brand. Die Feuerwehr konnte die Brände jeweils rasch löschen. In der Stadt Zürich zog die Polizei bei Jugendlichen "vorsorglich" über 100 Eier ein - aber auch gefährliche Gegenstände, darunter Schlagstöcke und ein Beil.

Im sanktgallischen Wittenbach bewarfen Jugendliche einen Zug der SOB und mehrere Häuser mit Eiern und schlugen eine Scheibe an einem Haus ein. In Goldach SG rückte die Polizei aus, weil Unbekannte bei einer Barriere ein Spannset angebracht hatten, so dass die Barriere nicht mehr richtig schloss. In Rapperswil wiederum wurden Busse mit Eiern beworfen und Abfallcontainer ausgeleert.

Jugendlicher Unfug

In Wil SG zündeten Unbekannte Knallkörper und schütteten Benzin, Eier und Bier in einen Brunnen. In 15 weiteren Gemeinden wurden Eier und Tomaten gegen Fassaden geworfen. Die Polizei registrierte über 30 Meldungen. "Der Schweiz geht es offensichtlich so gut, dass junge Bürger Nahrungsmittel werfen können", schreibt der Verfasser der Polizeimitteilung.

Auch die Solothurner Polizei und die Thurgauer Kantonspolizei erhielten je 30 Meldungen wegen Unfugs. Im Kanton Aargau rückte die Polizei wegen Halloween-Vorkommnissen in der Nacht auf Samstag 37 Mal aus. Grössere Sachschäden wurden aber nicht registriert.

22 Mal wurden Fassaden mit Eiern beworfen, eine Strasse wurde mit Klebeband abgesperrt, ein WC-Häuschen mitten auf die Strasse gestellt, Abschrankungen umgerissen, Briefkästen gesprengt oder Personen mit Laserstrahlen geblendet. Die Kinder oder Jugendlichen, die kontrolliert werden konnten, wurden jeweils den Eltern übergeben.

In der Westschweiz trieben ein paar wenige verkleidete Clowns ihr Unwesen - so etwa in Yverdon-les-Bains VD. Solche Clowns sorgten wegen gewalttätigen Übergriffen jüngst in Frankreich für Schlagzeilen und gelten als Phänomen in den sozialen Medien.

Verwandt mit Neujahr und Fasnacht

Halloween ist ein Rückimport: Der Brauch wurde von den Kelten erfunden, von den Iren in die USA mitgenommen und kam via Massenmedien nach Europa zurück. Elemente wie Lichter, Fratzen und Heische-Gänge teilt Halloween mit Neujahr und Fasnacht, mit denen es verwandt ist.

Der Begriff "Halloween" ist eine Verballhornung von "All-hallows Eve" und heisst "Abend vor Allerheiligen", das am 1. November begangen wird. Der Tag fällt auf das keltische Neujahr.

Zwischen dem alten und dem neuen Jahr (bei den Kelten in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November), glaubten die Leute früher, gebe es einen Zeit-Spalt, durch den Geistwesen ins Diesseits dringen konnten.

Gute und weniger gute Seelen

Das waren einerseits die guten Seelen der verstorbenen Verwandten. Ihnen wurde mit Lichtern - Räbeliechtli etwa - der Weg nach Hause gewiesen. Ausserdem wurden vorbeiziehende Heische-Gruppen dafür belohnt, dass sie für die Verstorbenen beteten. Daher das "Trick or treat - Süsses oder Saures".

Durch den Schlitz zwischen den Zeiten konnten aber auch böse Geister ins Jetzt und Hier gelangen. Weil man sich die Monstren in Tiergestalt vorstellte, versuchte man sie zu täuschen, indem man Felle und Masken überzog.

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SDA-ATS