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Eine Verurteilung als Jugendlicher verfünffacht gemäss einer Studie das Risiko, im Erwachsenenalter straffällig zu werden. (Symbolbild)

KEYSTONE/DOMINIC FAVRE

(sda-ats)

Straffällige Jugendliche haben ein fast fünfmal höheres Risiko, im Erwachsenenalter verurteilt zu werden, als Jugendliche ohne Vorstrafen. Besonders gross ist das Verurteilungsrisiko im Erwachsenenalter für junge Männer.

Die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter verurteilt zu werden, ist bei Männern 5,5-mal höher als bei Frauen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Bei straffälligen Jugendlichen haben verurteilte Jungen ein beinahe viermal höheres Risiko, im Erwachsenenalter rückfällig zu werden, als verurteilte Mädchen. Generell steigt bei den verurteilten Jugendlichen die Rückfallrate im Erwachsenenalter mit der Zahl der Jugendurteile.

Die Anzahl der Jugendurteile wirkt sich jedoch weniger stark aus als die Tatsache, ein erstes Mal verurteilt worden zu sein. Beim ersten Jugendurteil steigt also das Risiko, die kriminelle Laufbahn fortzusetzen, am stärksten.

Rückfallrate nach Art des Delikts

Die Art der Delikte beeinflusst das Rückfallrisiko ebenfalls. Am höchsten ist die Rate bei einer Straftat gegen die öffentliche Gewalt. Darunter fallen etwa Drohungen gegen Beamte. Bei einer Verurteilung wegen Fahrzeugdiebstahls ist ein Rückfall im Erwachsenenalter wahrscheinlicher als etwa bei einer Straftat gegen Leib und Leben.

Die Nationalität hat gemäss der Studie zwar einen signifikanten, aber dennoch sehr geringen Einfluss auf das Verurteilungsrisiko. In der Schweiz geborene ausländische Personen mit C-Bewilligung weisen ein um 1,2-mal höheres Risiko auf als Schweizerinnen und Schweizer

Wie das BFS weiter schreibt, dürften sich weitere Faktoren wie das Bildungsniveau, das Wohnviertel oder das familiäre Umfeld ebenfalls auf das Risiko auswirken, im Erwachsenenalter mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Anhand der verfügbaren Strafurteilsstatistiken liess sich dieser Einfluss aber nicht untersuchen.

Für seine Studie analysierte das BFS zwei unterschiedliche Datensätze, einerseits eine grosse Gruppe von fast 96'000 Personen mit Jahrgang 1992 und Schweizer Staatsangehörigkeit oder C-Ausweis, andererseits eine Teilgruppe davon mit rund 7400 straffälligen Jugendlichen.

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SDA-ATS