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Bei Protesten von Schiiten im Golfstaat Bahrain haben Sicherheitskräfte nach Oppositionsangaben einen Jugendlichen am Freitag angeschossen. Der 15-Jährige wurde dabei schwer verletzt, wie die wichtigste schiitische Oppositionsbewegung Al-Wefak am Samstag mitteilte.

Der Jugendliche sei nach der Demonstration auf der Intensivstation eines Spitals behandelt worden. Gemäss Al-Wefak gab es am Freitag noch mehrere weitere Verletzte, als Sicherheitskräfte nahe der Hauptstadt Manama mit Schüssen und Tränengas gegen die Demonstranten vorgingen.

Die Auseinandersetzungen hatte sich nach Angaben von Augenzeugen daran entzündet, dass die Demonstranten daran gehindert werden sollten, am Begräbnis eines Ende März getöteten 22-Jährigen teilzunehmen. Er war erschossen worden, als er im Dorf Salmabad eine Kundgebung der Opposition filmte.

Obwohl die Bevölkerung Bahrains mehrheitlich schiitisch ist, wird das Land seit Jahrhunderten von einer sunnitischen Dynastie beherrscht. Die Schiiten klagen über vielfältige Benachteiligungen im Alltag.

Mitte Februar 2011 hatten Proteste gegen das Herrscherhaus begonnen. Einen Monat später wurden sie mit Hilfe saudiarabischer Truppen blutig niedergeschlagen, 35 Menschen starben.

Erst am Freitag hatte der Automobil-Weltverband FIA angekündigt, dass das umstrittene Formel-1-Rennen in Bahrain am Sonntag kommender Woche stattfinden soll. Im vergangenen Jahr war es wegen der Proteste abgesagt worden.

SDA-ATS