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In Griechenland waren noch nie so viele Jugendliche arbeitslos wie zu Anfang dieses Jahres. Auch die Arbeitslosigkeit im Euro-Krisenland Portugal ist auf einen Rekordstand geklettert.

Laut der portugiesischen Statistikbehörde INE stieg die Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2013 auf 17,7 Prozent. Das seien 2,8 Punkte mehr als im Vorjahresquartal und 0,8 Punkte über dem Stand im vierten Quartal 2012.

Bei den unter 24-Jährigen betrug die Arbeitslosenquote sogar 42 Prozent. 2008 hatte die Rate der Menschen ohne Job in Portugal noch bei 7,6 Prozent gelegen.

Portugal hatte 2011 von der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank ein Hilfspaket über 78 Mrd. Euro erhalten und sich dafür zu einem strengen Sparkurs verpflichtet. Im Zuge der Sanierungsmassnahmen schrumpfte die portugiesische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent. Für 2013 erwartet die Notenbank eine Rezession von 1,9 Prozent.

Langjährige Rezession in Griechenland

In Griechenland, das zum sechsten Jahr in Folge in der Rezession steckt, ist die Zahl der Menschen ohne Arbeit noch viel höher. Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen stieg im Februar auf 64 Prozent, wie das Statistikamt am Donnerstag bekanntgab.

Im Januar hatte sie noch bei 59 Prozent und im März 2012 bei 54 Prozent gelegen. Anreize, Jugendliche einzustellen, zeigten offenbar keine Wirkung. Die Regierung in Athen senkte beispielsweise den monatlichen Mindestlohn für unter 25-Jährige auf 500 Euro, um Firmen zur Beschäftigung von Jugendlichen zu animieren.

Insgesamt kletterte die Arbeitslosenquote auf 27 Prozent und hat sich damit seit dem Ausbruch der Schuldenkrise des Landes 2009 verdreifacht. Im europäischen Vergleich ist sie mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der Euro-Zone, der zwölf Prozent beträgt.

Es wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung Griechenlands in diesem Jahr zwischen 4,2 und 4,5 Prozent sinkt. Wie Portugal hat die Staatengemeinschaft auch Griechenland verpflichtet, im Gegenzug für internationale Hilfsgelder Steuern zu erhöhen und weniger auszugeben.

Spaniens Industrie schrumpft weniger

Spaniens Industrieproduktion schrumpft hingegen deutlich weniger als erwartet. Die nationale Statistikbehörde in Madrid teilte am Donnerstag mit, die Produktion seit um 0,6 Prozent (bereinigt um Arbeitstage) gefallen. Dies ist ein Hoffnungsschimmer, denn Experten hatten eine wesentlich höhere Schrumpfung vorausgesagt.

Im Vormonat war die Industrieproduktion noch um 6,9 Prozent gesunken. Der letzte Produktionszuwachs wurde vor zwei Jahren verzeichnet.

Tiefere Aufschläge

Bei einer Auktion von Staatsanleihen hat sich Spanien im Euroraum am Donnerstag problemlos frische Milliarden bei Investoren geliehen, wie Angaben der Schuldenagentur zeigen. Insgesamt konnte Spanien 4,57 Mrd. Euro aufnehmen und sein maximales Platzierungsziel damit leicht übertreffen.

Beim Schuldenmachen profitiert die Regierung in Madrid vom Niedrigzins im Währungsraum. Die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf das historische Rekordtief von 0,5 Prozent hat eine Kursrally am Markt für europäische Staatsanleihen ausgelöst.

Zuletzt konnten sich etliche Länder so günstig Mittel bei Investoren besorgen wie nie zuvor seit Gründung der Währungsunion.

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SDA-ATS