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Im Tessin ist es heiss. Darum hat MeteoSchweiz am Donnerstag eine Hitzewarnung ausgegeben. Die Meteorologen riefen die Warnstufe drei aus, welche auf eine erhebliche Hitzegefahr deutet. Damit legt ein zu warmer, zu sonniger und zu nasser Juni noch einen drauf.

Hitze- und ähnliche Warnungen gibt MeteoSchweiz aus, wenn ein ungewöhnliches Wetterphänomen länger als drei Tage anhält. Auch auf der Alpennordseite erwarten die Wetterkundigen Hitze. Da diese aber nur am Freitag und Samstag herrschen soll, verzichtet MeteoSchweiz auf die Warnung. Bereits am Sonntag soll es wieder kühler werden.

Im Tessin müssen sich Mensch und Tier bis Sonntag auf Temperaturen zwischen 30 und 33 Grad gefasst machen. Bei derartigen Temperaturen rät das Bundesamt für Gesundheit von körperlichen Anstrengungen ab. Wohnung und Körper sollten möglichst kühl gehalten werden. Zudem ist viel Trinken angesagt, mindestens 1,5 Liter im Tag. Optimal sind Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte.

Kühle und erfrischende Speisen sind ebenfalls zu empfehlen. Nach Sport muss der Salzverlust ausgeglichen werden. Hitze kann das Befinden von Kranken, Betagten und Kleinkindern rasch negativ beeinflussen, wie das Bundesamt warnt.

Kühler Junibeginn - heisses Monatsende

Der zu Ende gehende Juni wird als Tausendsassa in die Geschichte eingehen. Wie die Wetterdienste Meteomedia und MeteoSchweiz mitteilten, ist er bisher zu nass, zu warm und dennoch überdurchschnittlich sonnig.

Nach einem nasskalten Start mit Schnee bis in mittlere Lagen hinunter wetzen die jüngsten Sommertage mit Temperaturen von bis zu 33 Grad die Scharte aus. Zudem setzte zur Monatsmitte plötzlich Hitze ein, wie MeteoSchweiz schreibt. Der Wärmeüberschuss beläuft sich damit auf zwei Grad im Norden und drei im Süden.

Zum astronomischen Sommerbeginn am 21. Juni zogen heftige Gewitter übers Land. Im Baselbiet fielen Hagelkörner in der Grösse von Tischtennisbällen. Zudem windete es heftig, eine Böe auf dem Zürichberg erreichte 132 Stundenkilometer.

Vor allem in der Zentral- und Ostschweiz war der Juni sehr feucht. Im Alpsteingebiet fielen seit Monatsanfang 400 Liter Regen pro Quadratmeter, wie Meteomedia berichtet. Nur der Juni 1971 war am Säntis noch verregneter. Einzig im Oberwallis war es zu trocken. In Visp fielen bisher nur 32 Liter Regen statt der normalen 45.

Trotz des vielen Regens schliesst der Juni mit einem Sonnenüberschuss. Nur in den zentralen und östlichen Alpen bleibt der Monat zu trüb.

SDA-ATS