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Nach dem Militärputsch in Guinea-Bissau sind die beiden wichtigsten Politiker des Landes am Freitag nach gut zwei Wochen Gefangenschaft in die Elfenbeinküste ausgereist. Präsident Raimundo Pereira und Ministerpräsident Carlos Gomez landeten am späten Abend in Abidjan.

Die beiden Politiker waren am 12. April entmachtet und seitdem von den Streitkräften Guinea-Bissaus gefangen gehalten worden. Der UNO-Sicherheitsrat und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS hatten den gewaltsamen Umsturz verurteilt.

"Es ist auch unser Land, und wir warten", sagte Pereira am Freitagabend nach der Landung in der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan. Er dankte dem Präsidenten der Elfenbeinküste und amtierenden ECOWAS-Vorsitzenden, Alassane Ouattara.

Die Staatschefs der ECOWAS-Staaten hatten zuvor beschlossen, in Guinea-Bissau Soldaten zu stationieren. Die Putschisten stimmten inzwischen dem Plan der ECOWAS zu, wie ihr Sprecher Daba Na Walna am Freitagabend sagte. Zudem willigten sie unter dem Druck der ECOWAS einer Verkürzung der Übergangszeit von ursprünglich zwei Jahren auf zwölf Monate zu.

Die Ankündigung erfolgte, nachdem die Generalstabschefs mehrerer westafrikanischer Staaten sich mehrere Stunden lang mit ihrem Kollegen Antonio Indjai getroffen hatten. Indjai gilt als Kopf hinter dem Putsch.

Nach Angaben des Junta-Sprechers Na Walna soll am Samstag eine Delegation in der Hauptstadt Bissau eintreffen, um die Entsendung der ECOWAS-Truppe vorzubereiten. Er versicherte zudem, die Übergabe der Macht an eine zivile Übergangsregierung sei "auf gutem Wege".

Die Staatschefs der ECOWAS-Staaten hatten am Donnerstag der Militärjunta in Bissau 72 Stunden gegeben, um ihren Forderungen nach einer Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung zu entsprechen. Andernfalls drohten sie mit der Verhängung von Sanktionen gegen die Führung und das Land.

SDA-ATS