Navigation

Juschtschenko bittet um Hilfe gegen Schweinegrippe in Ukraine

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 08:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Kiew - Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat die internationale Staatengemeinschaft zu Nothilfe im Kampf gegen die Schweinegrippe in seinem Land aufgerufen. Das Virus bedrohe die "nationale Sicherheit".
Die Ukraine könne dieser Gefahr nicht aus eigener Kraft der Gefahr entgegentreten, erklärte Juschtschenko in Kiew. Er appelliere daher an die "Freunde und strategischen Partner" der Ukraine, zu helfen.
Dazu hätten die Behörden eine Liste mit Medizin und Ausrüstung erstellt, die zur Bekämpfung der "Epidemien" nötig sei. Der Hilferuf richtet sich an die USA, die Europäische Union, die NATO und die Nachbarländer der Ukraine.
Das Gesundheitsministerium erklärte, es seien bislang 60 Menschen an der Grippe und an Atemwegserkrankungen gestorben. Genaue Angaben über die Zahl der Menschen, die dem Virus A (H1N1) erlagen, wurden nicht gemacht. Bislang wurden vier Schweinegrippe-Todesfälle offiziell bestätigt.
Offiziellen ukrainischen Angaben zufolge sind mehr als 190'000 Menschen im Land an der Schweinegrippe erkrankt, die meisten von ihnen im Westen des Landes. Von den etwa 7500 Betroffenen, die in Spitälern behandelt werden müssen, befinden sich etwa 100 auf der Intensivstation.
Polen und die Slowakei hätten bereits auf den Aufruf reagiert, teilte das ukrainische Aussenministerium mit. So habe die Slowakei 200'000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Regierungangaben zufolge bestellte die Ukraine in der Schweiz zudem 16 Tonnen des Grippemedikaments Tamiflu, der Vorrat solle für einen Monat reichen.
Am Freitag hatte Regierungschefin Julia Timoschenko wegen der Schweinegrippe die Schliessung aller Schulen für mindestens drei Wochen angeordnet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?