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Die Jungsozialistinnen und -sozialisten wollen der Spekulation mit Nahrungsmitteln einen Riegel schieben. Einstimmig beschlossen sie am Samstag an ihrer Delegiertenversammlung in Luzern die Lancierung einer Initiative. Zudem stellten sie sich hinter das Referendum gegen die Steuerabkommen.

Die Initiative solle eine "der widerlichsten Formen der Profitmacherei stoppen, teilte die Partei mit. Der Handel mit Agrarrohstoffen werde derzeit vom Finanzmarkt und nicht vom realen Handel bestimmt. Die Banken würden mit ihren Wetten die Preise nach oben treiben und damit den Hunger auf der Welt fördern.

Die Spekulation sei eigentlich überall unnötig. Sie diene der Bereicherung auf Kosten der Armen. Besonders stossend werde sie, wenn es um Lebensmittel gehe. Dem Casino müsse ein Ende gesetzt werden.

Damit in der Schweiz anzusetzen, sei richtig, schreiben die JUSO. Ein grosser Teil der Nahrungsmittelspekulation laufe über die Schweiz und die hier ansässigen weltgrössten Rohstoffhändler.

Bisher gibt es nach JUSO-Angaben nur in wenigen Ländern Massnahmen gegen Nahrungsmittelspekulation. Die Schweiz müsse mit gutem Beispiel vorangehen.

Eine grosse Mehrheit stellte sich hinter die bereits im Vorfeld bekannt gegebene Absicht der Geschäftsleitung, das Referendum gegen die Steuerabkommen mit Deutschland, Grossbritannien und Österreich zu ergreifen.

Das "kriminelle Geschäftsmodell der Banken" dürfe keine Gnadenfrist erhalten. Die Schweiz müsse sich "aus dieser Geiselhaft der Banken lösen", hiess es zur Begründung. Die JUSO ergreifen das Referendum ohne die Mutterpartei.

Für die eidgenössischen Abstimmungen vom 23. September fassten die JUSO zur Initiative "Sicheres Wohnen im Alter" die Nein-Parole. Den Bundesbeschluss für die Jugendmusik empfehlen sie zur Annahme und auch die Initiative "Schutz vor Passivrauchen" der Lungenliga findet ihre Zustimmung.

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SDA-ATS