Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

In den Handball-Playoff-Halbfinals kommt es zur Affiche zwischen Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen und Cupsieger Wacker Thun. Den zweiten Finalisten machen Pfadi Winterthur und Kriens-Luzern aus.

Dass sich die Kadetten und Wacker nicht mögen, stellt kein Geheimnis dar. Die Rivalität zwischen den zwei erfolgreichsten Vereine der letzten Jahre ist gross. Die Schaffhauser gewannen seit 2010 sechsmal den Meistertitel und dreimal den Cup. Die Thuner wurden ihm gleichen Zeitraum einmal Meister (2013) und stemmten dreimal die Cup-Trophäe in die Höhe. In der vergangenen Saison lieferten sich die beiden Teams einen packenden Final, den die Kadetten im fünften und entscheidenden Spiel 30:28 für sich entschieden. In der 57. Minute stand es noch 27:27.

"Solche Rivalitäten braucht es, um unseren Sport interessant zu machen", sagte die Schaffhauser Teamstütze Manuel Liniger vor dem ersten Spiel vom Samstag. Dass es nun bereits im Halbfinal zu diesem Duell kommt, spielt für ihn "keine Rolle". Die Kadetten steigen als Favorit in die Serie. Für Liniger ist es ein positiver Druck. "Es ist schön, in einer Mannschaft zu spielen, die in der Lage ist, alle nationalen Titel zu gewinnen. Das ist keine Belastung, sondern ein Ansporn."

Allerdings hinterliessen die Schaffhauser in dieser Saison keinen unwiderstehlichen Eindruck. Die letzten beiden Partien verloren sie. Liniger führte das auf ein Spannungstief zurück, sieht darin aber auch einen Vorteil. "Vielleicht brauchten wir das, damit uns bewusst wird, dass es nicht von alleine geht", so Liniger. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auf sehr hohem Niveau Handball spielen kann. Wenn jeder 100 Prozent gibt, können wir alle schlagen. Mit ein paar Prozent weniger reicht es jedoch nicht mehr."

Selbstbewusste Thuner

Eine bittere Niederlage kassierten die Schaffhauser in diesem Jahr bereits gegen Wacker, Anfang Februar im Cup-Halbfinal (28:32). "Das war absolut unnötig", sagte Liniger. Die Thuner ihrerseits schöpfen Selbstvertrauen daraus. "Wir haben bewiesen, dass wir sie in wichtigen Spielen bezwingen können", erklärte der Thuner Aufbauer Lenny Rubin, der eines der grössten Talente im Schweizer Handball ist. "Wir besitzen eine gute Chance."

Tatsächlich ist es in erster Linie auf Verletzungen zurückzuführen, dass die Berner Oberländer die Finalrunde im 4. Platz abgeschlossen haben. Diesbezüglich sieht es aber besser aus. Lenny Rubin war nach seiner Meniskusoperation bereits im letzten Spiel als Penaltyschütze dabei und sollte im Halbfinal wieder voll einsatzfähig sein. Auch bei Lukas von Deschwanden, dem wichtigsten Spieler im Team, sieht es nach dem Daumenbruch gut aus. Allerdings müssen die Thuner im Rückraum wohl ohne Linkshänder antreten. Für Nicolas Raemy (Schleudertrauma) ist die Saison zu Ende, Nikola Isailovic ist angeschlagen.

"Spiele gegen die Kadetten sind immer etwas Spezielles", sagte Rubin. Wichtig sei, die Heimpartien zu gewinnen. "Es ist für jede Mannschaft schwer, in Thun zu siegen. In einem Entscheidungsspiel wäre dann alles offen." Als grösstes Plus seiner Mannschaft sieht Rubin den "unglaublichen Willen, den wir haben".

Brüngger: "Wir konnten uns stabilisieren"

In der zweiten Serie befindet sich Pfadi in der Favoritenrolle. Die Winterthurer beendeten die Finalrunde zum vierten Mal in Folge in den Top 2. In den vergangenen beiden Jahren bedeutete allerdings trotz Heimvorteil zweimal der Halbfinal Endstation. Das gleiche Szenario soll diesmal vermieden werden. Pfadis Trainer Adrian Brüngger erwartet eine umkämpfte Serie. Wieso gewinnt sein Team? "Wir konnten uns stabilisieren. Wir haben die beiden besten Goalies der Liga, unser Angriff ist flexibler. Früher waren wir von (Roman) Sidorowicz abhängig, nun sind wir von allen Positionen aus gefährlich."

Der Krienser Trainer Heiko Grimm blickt dem Halbfinal entspannt entgegen. "Wir fanden in den letzten Spielen unsere Form wieder." Der Wille sei gross, die Überraschung zu schaffen. Sie müssten jedoch hellwach sein, da Pfadi Fehler ausnutzen würde. "Wir sind aber nicht schlechter", betonte er. Für den Deutschen ist das Mentale der Schlüssel zum Erfolg, dass sein Team nicht nur einen grossen Willen zeigt, sondern auch die nötige Ruhe ausstrahlt. Dann ist der erstmalige Einzug in den Playoff-Final durchaus realistisch.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS