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Der in die Enge getriebene libysche Machthaber lässt weiterhin auf Regimegegner schiessen. Im Zentrum der Hauptstadt Tripolis eröffneten Soldaten am Freitag das Feuer auf eine Gruppe von etwa Demonstranten, nachdem sie zuerst Warnschüsse in die Luft abgegeben hatten.

Laut BBC gab es mindestens einen Toten. Es war die erste grosse Oppositionskundgebung in der Hauptstadt, die noch mehrheitlich von Gaddafis Schergen kontrolliert wird.

Im weiteren Tagesverlauf kam es in Tripolis zu weiteren heftigen Kämpfen zwischen Gaddafi-Gegnern und Sicherheitskräften. "Ich glaube, Tripolis erhebt sich", sagte ein Mann im Stadtzentrum. Augenzeugen berichteten von mehreren Toten. Bewohner der Hauptstadt meldeten Gewehrfeuer aus mehreren Vierteln.

Ausländer, die in der Stadt Misrata östlich von Tripolis festsitzen, berichteten am Telefon: "Es gibt grosse Protestaktionen, und wir hören immer wieder Schüsse."

In Suara westlich der Hauptstadt zogen sich die Sicherheitskräfte nach heftigen Kämpfen zurück. Ein von libyschen Aktivisten angekündigter "Marsch der Millionen" aus allen "befreiten" Städten auf Tripolis blieb zunächst aus.

Tausende Menschen versammeln sich in Bengasi zum traditionellen Freitagsgebet. Es war das erste Gebet in Freiheit nach 42 Jahren unter der Herrschaft von Gaddafi, das erste Gebet im freien Bengasi.

Gaddafi spricht vor Anhängern

Gaddafi seinerseits trat erstmals seit Ausbruch der Unruhen vor einer Woche öffentlich mit Anhängern auf. "Wir können jeden Angriff abwehren und das Volk bewaffnen, wenn nötig", sagte er am Freitag bei einem vom Fernsehen übertragenen öffentlichen Auftritt auf dem Grünen Platz in Tripolis. Dort hatten sich bislang die Regimegegner versammelt.

Eine libysche Zeitung schrieb in ihrer Onlineausgabe, die libysche Führung habe SMS-Botschaften versendet. Darin sei den Empfängern untersagt worden, arabische Satellitensender zu schauen. Ausserdem sei zur Rückkehr an die Arbeitsplätze aufgerufen worden.

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SDA-ATS