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Darwin - Der Bürgermeister der Stadt Darwin ist Umweltschützer und tötet Kröten. Er hat den Riesenkröten, die Australien von Osten überrennen, den Kampf angesagt. Denn die Tiere hinterlassen eine Schneise des Todes und haben keine natürlichen Feinde.
Millionen Aga- oder Riesenkröten sind in Nord-Australien auf dem Vormarsch. Manche von ihnen sind mehr als anderthalb Kilogramm schwer. Mit tödlichem Gift, das sie aus Drüsen spritzen, haben Aga-Kröten selbst gegen Raubtiere eine Waffe. "Sie vernichten die Artenvielfalt", sagt Graeme Sawyer, Bürgermeister von Darwin.
Auf 92 Millionen schätzt er die Zahl der Tiere im Gebiet Northern Territory schon - 420 Kröten pro Einwohner. Trupps von 10 bis 20 Personen sind im Kampf gegen die Kröten mindestens zweimal pro Woche unterwegs, allen voran der Bürgermeister persönlich.
Mehrere Schlangen- und Leguan-Arten sind im nahe gelegenen Kakadu- Nationalpark schon ausgerottet. Selbst Hunde sterben, wenn sie Aga-Kröten apportieren. Natürliche Feinde haben diese in Australien praktisch nicht.
Krötensammeln ist ziemlich einfach. Die Amphibien sind nicht besonders gut im Klettern, deshalb hat Sawyer in Darwin Zäune um Wasserlöcher ziehen lassen - die Kröten müssen alle paar Tage trinken. Vor dem Hindernis bleiben die Tiere dann hilflos sitzen und lassen sich einsammeln.
Schuld an der Krötenplage sind Siedler. Sie hatten die Tiere vor über 70 Jahren ins Land gebracht, um Schädlingen in den Zuckerrohrplantagen Herr zu werden. Doch die Parasiten, die die Kröten in Südamerika angreifen und töten, gibt es in Australien nicht.

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SDA-ATS