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Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi kämpft mit allen Mitteln um den Erhalt seiner Macht. Er versucht, die zunehmende Umklammerung der Aufständischen mit militärischer Gewalt zu durchbrechen. Im Westen Libyens richteten seine Truppen Augenzeugen zufolge in zwei Städten ein Massaker an.

Die von Gaddafi-Getreuen angegriffene Stadt Al-Sawija gleiche einem "Schlachthaus", sagte ein Augenzeuge am Donnerstag dem arabischen Nachrichtensender Al-Arabija. "Es ist schwer, jetzt die vielen Toten und Verletzten in der Stadt zu zählen."

Auch vor einer Moschee, in der sich Aufständische versammelt hatten, machten die Milizen nicht Halt. Sie schossen offenbar mit automatischen Waffen auf ihre Landsleute und feuerten Luftabwehrraketen auf das Minarett der Moschee.

"Marsch auf Tripolis"

Die Aufständischen haben grosse Teile Ost-Libyens unter ihre Kontrolle gebracht, darunter die Hafenstadt Benghasi und die im Osten gelegenen Ölhäfen. Inzwischen ist die Rebellion auch auf westliche Landesteile übergeschwappt.

Die Truppen Gaddafis halten vorderhand Tripolis und deren Umgebung. In den Aussenbezirken sind Panzer in Stellung gegangen. Die Opposition im Osten hat zur "Befreiung" der Hauptstadt aufgerufen. Am (morgigen) Freitag soll es einen "Marsch auf Tripolis" geben.

Gaddafi beschuldigt Al Kaida

Gaddafi machte Al-Kaida-Führer Osama bin Laden für die Massenproteste gegen sein Regime verantwortlich. Anhänger des Terrornetzwerks hätten jungen Libyern halluzinogene Tabletten in den Kaffee getan und sie auf diese Weise dazu gebracht, zu rebellieren, sagte Gaddafi telefonisch im Staatsfernsehen.

Unterdessen nahm der internationale Druck auf Gaddafi zu. Zum Schutz der Bevölkerung erwägen die USA eine Flugverbotszone über Libyen. Zudem plädiert Washington für einen Ausschluss des nordafrikanischen Landes aus dem UNO-Menschenrechtsrat.

Tausende von Europäern sitzen fest

Staaten aus aller Welt versuchten mit Hochdruck, ihre Bürger in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der EU-Kommission sassen am Donnerstag noch 5000 bis 6000 Europäer in Libyen fest. Um diese herauszuholen, schliesst die EU einen militärischen Einsatz nicht länger aus. Das sei "eine der Möglichkeiten", die erwogen würden, hiess es beim Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD).

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SDA-ATS