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Die Aargauer SP tritt im zweiten Wahlgang mit Nationalrätin Yvonne Feri an. Die Wettinger Gemeinderätin soll für die Partei erstmals nach 31 Jahren einen zweiten Sitz erobern.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Im Kanton Aargau klärt sich die Ausgangslage für den Stichentscheid bei den Regierungsratswahlen: Die SP tritt erneut mit Nationalrätin Yvonne Feri an. Auch die BDP-Kandidatin Maya Bally bleibt im Rennen. Die FDP unterstützt SVP-Kandidatin Franziska Roth.

Die Geschäftsleitung der SP Aargau beschloss am Dienstagabend, mit Nationalrätin Feri aus Wettingen in den zweiten Wahlgang zu steigen. Es gehe um "Kompetenz und Erfahrung für den Aargau", sagte Co-Kantonalpräsidentin Elisabeth Burgener auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Grünen beschlossen gleichzeitig, ihren Kandidaten, Grossrat Robert Obrist, aus dem Rennen um den noch freien Sitz ihrer abtretenden Regierungsrätin Susanne Hochuli zu nehmen. Obrist erzielte im ersten Wahlgang ein schlechtes Resultat.

Die Grünen unterstützen SP-Kandidatin Feri. Es gehe darum, die Kräfte der fortschrittlichen Parteien zu konzentrieren, um den freien Sitz erneut mit einer Person zu besetzen, die sich für einen nachhaltigen Kanton einsetze, teilte die Partei mit.

Auch FDP-Basis ist für Roth

Die FDP unterstützt im zweiten Wahlgang vom 27. November die SVP-Kandidatin und Brugger Bezirksrichterin Franziska Roth. Das beschlossen die Delegierten nach langer Diskussion am Dienstagabend an einem Parteitag in Villigen AG. Sie hiessen den Antrag der Geschäftsleitung klar gut.

Anträge auf Stimmfreigabe oder auf die Unterstützung der BDP-Kandidatin Maya Bally blieben chancenlos. Die FDP hatte Roth im ersten Wahlgang vom Sonntag nicht unterstützt und angetönt, für die Stichwahl allenfalls mit einer eigenen Kandidatin anzutreten.

Eine eigene Kandidatur würde die bürgerlichen Stimmen verzetteln und den Durchmarsch der SP-Kandidatin begünstigen, heisst es nun. Der fünfte Sitz im Regierungsrat solle ins bürgerliche Lager geholt werden.

BDP-Kandidatin bleibt im Rennen

Doch das bürgerliche Lager steht vor einer Herausforderung. BDP-Kandidatin und Grossrätin Maya Bally tritt ebenfalls zum zweiten Wahlgang an. Das beschloss die BDP am Dienstagabend.

"Wir haben nichts zu verlieren", sagte Bally auf Anfrage. Sie erhalte auch aus den Reihen von FDP und CVP Unterstützung. Diese wollten eine Regierungsrätin aus der politischen Mitte.

Im ersten Wahlgang hatte SVP-Kandidatin Roth ein besseres Resultat erzielt, als allgemein erwartet worden war. Sie lag auf dem fünften Platz und überrundete Feri um 471 Stimmen. Bally von der BDP lag rund 10'000 Stimmen hinter den beiden anderen Frauen.

Die SVP will mit Roth erstmals einen zweiten Sitz in der Kantonsregierung erobern. Die Partei hatte bereits am Wahlabend angekündigt, sie werde erneut mit Roth antreten.

Warten auf CVP-Entscheid

Die Wiederwahl schafften die Regierungsräte Urs Hofmann (SP), Stephan Attiger (FDP) und Alex Hürzeler (SVP). Neu in die Exekutive gewählt wurde Markus Dieth (CVP).

Die Parteien SVP und CVP tagen am Mittwochabend. Für Interesse sorgt die Frage, ob die CVP eine der beiden Frauen unterstützt oder Stimmfreigabe beschliesst. Die SVP hatte den CVP-Kandidaten Dieth zur Wahl empfohlen.

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SDA-ATS