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Kanada anerkennt den Übergangsrat in Libyen als "wahre Vertretung"

Ein weiteres Land hat den Übergangsrat der Rebellen offiziell als legitime Regierung Libyens anerkannt. Die Aufständischen seien die wahre Vertretung des libyschen Volkes, sagte Kanadas Aussenminister John Baird am Dienstag im Parlament.

Die Ankündigung erfolgte zu Beginn einer Debatte über eine mögliche Verlängerung der kanadischen Beteiligung am NATO-Militäreinsatz in Libyen. Die Regierung von Ministerpräsident Stephen Harper plant eine Verlängerung des ursprünglich dreimonatigen Mandats bis Ende September.

Mehrere Länder - darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate - haben den Übergangsrat der libyschen Rebellen bereits offiziell anerkannt.

Neue Angriffe auf Gaddafi-Komplex

Unterdessen hat die NATO offenbar bei einem neuen Luftangriff auf die libysche Hauptstadt Tripolis ein Ziel in der Nähe des Anwesens von Machthaber Muammar al-Gaddafi getroffen. Eine graue Rauchsäule war am Dienstag in der Gegend um den Militärkomplex Gaddafis zu sehen, das genaue Ziel des Angriffs war zunächst aber unklar.

Die libysche Regierung kommentierte die Explosion nicht, die auch in einem Hotel ausländischer Journalisten in der Hauptstadt zu spüren war. Das Militärbündnis hatte in der Vergangenheit wiederholt Angriffe auf den Stützpunkt Bab al-Asisija geflogen, wo sich auch ein Anwesen Gaddafis befindet.

Das nordatlantische Bündnis werde fortfahren, "dem Regime die Fähigkeit zu nehmen, Angriffe zu koordinieren und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung anzuwenden", erklärte ein NATO-Sprecher in Neapel. NATO-Kampfhelikopter hätten ausserdem bei Misrata zwei Schlauchboote der Gaddafi-Marine zerstört, die die Hafeneinfahrt der Rebellen-Hochburg zu verminen versuchten.

Im Westen Libyens bombardierten Gaddafi-Truppe indessen nach Angaben eines Rebellensprechers einen von den Regierungsgegnern kontrollierten Grenzübergang nach Tunesien. Die Gaddafi-Truppen hätten am Dienstag Rebellen auf der Strasse zum Grenzposten Dehiba unter Beschuss genommen, erklärte Omar Hussein.

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