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Kanadas Curler um Skip Brad Gushue sind auch nach ihrer zwölften Partie der WM in Edmonton unbesiegt. Sie gewinnen das Spiel der besten zwei Teams der Vorrunde gegen Schweden 7:4 und stehen im Final.

Die vom zweifachen Weltmeister Niklas Edin angeführten Schweden wurden durch ihre Niederlage in den Halbfinal verwiesen. Dort werden sie in der Nacht auf Sonntag auf den Sieger der Partie zwischen der Schweiz und den USA treffen.

Wollen sie in den Final gelangen, müssen die Schweizer um Skip Peter De Cruz in den nächsten Stunden ein anstrengendes Pensum bewältigen. Das Playoffspiel gegen die US-Curler um Skip John Shuster beginnt am Samstagabend um 22 Uhr Schweizer Zeit. Bei einem Sieg bleiben den Genfern nur ungefähr zwei Stunden, um sich vor dem Halbfinal gegen Schweden zu erholen. Bei einer Niederlage dagegen werden die Schweizer direkt ins Spiel um Bronze verwiesen, das am Sonntagabend um 20 Uhr stattfinden wird.

Im Page-System haben die besten zwei Teams der Vorrunde also erhebliche Vorteile gegenüber den Teams auf den Positionen 3 und 4. Die besser Klassierten bekommen zwei Chancen, um in den Final einzuziehen. Der Dritte und der Vierte dagegen müssen zwei Spiele gewinnen, um ebenfalls dorthin zu kommen.

Im konkreten Fall des WM-Turniers in Edmonton haben nun Valentin Tanner, Peter De Cruz, Claudio Pätz und Benoît Schwarz vom CC Genf als Dritte der Vorrunde einen Viertelfinal vor sich, der offiziell Page-System-Playoff 3/4 heisst. Soll erstmals seit dem Jahr 2003 (Ralph Stöckli mit St. Galler Bär in Winnipeg) wieder ein Schweizer Team in einem WM-Final stehen, müssen sich die Genfer also zuerst gegen die USA und danach im (einzigen) Halbfinal gegen Schweden durchsetzen.

Für das Schweizer Quartett hängen die Trauben also hoch. Um für das Schweizer Männercurling gar den ersten WM-Titel seit 1992 (Markus Eggler mit Biel Touring) herauszuholen, müssen die Genfer demnach drei Hochkaräter nacheinander aus dem Weg räumen.

Die Schweizer wie auch die von Skip John Shuster angeführten Amerikaner aus dem Bundesstaat Minnesota brachten es in der Round Robin auf die sehr gute Bilanz von 8:3 Siegen. Die Schweizer gewannen die Direktbegegnung und hinterliessen allgemein den stärkeren Eindruck. Im Vergleich der Quoten an gelungenen Versuchen liegt die Schweiz mit 84 Prozent vor dem US-Team mit 82 Prozent. Angesichts der grossen Menge an gespielten Steinen ist ein Abstand von zwei Prozent recht gross.

Nicht zu unterschätzen ist der Bonus, den die Schweizer direkt in den Match mitbringen. Da sie die Vorrunde vor den Amerikanern abgeschlossen hat, beginnt die Genfer Crew die Partie mit dem Vorteil des letzten Steins. Das bedeutet einen Vorsprung, bevor das Spiel überhaupt begonnen hat. Curling ist eine der wenigen Teamsportarten, bei denen ein Match im Grunde genommen nicht mit 0:0 anfängt.

Die Schweizer wie die Amerikaner haben schon einmal WM-Bronze gewonnen. Die Genfer schafften dies 2014 in Peking bei ihrem ersten und einzigen WM-Auftritt, die Amerikaner vor einem Jahr in Basel.

Mit 8:3 Siegen haben die Genfer die beste Vorrunden-Bilanz eines Schweizer Männerteams seit der Einführung der WM-Turniere mit zwölf Nationen im Jahr 2005 herausgeholt.

SDA-ATS

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