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Die USA und Kanada sind zuversichtlich, die Verhandlungen um eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta bald abschliessen zu können. Kanadas Aussenministerin Chrystia Freeland (Bild) betonte die Kompromissbereitschaft Mexikos.

KEYSTONE/AP/JACQUELYN MARTIN

(sda-ats)

Die USA und Kanada verbreiten bei den Verhandlungen um eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta Zuversicht. Kanadas Premierminister Justin Trudeau stellte gar eine Einigung bis Freitag in Aussicht.

Bis Freitag könne es einen "guten Deal" mit den USA und Mexiko geben, sagte er am Mittwoch bei einer Studentenveranstaltung im kanadischen Ontario. US-Präsident Donald Trump gab im Weissen Haus ebenfalls an, die Gespräche mit Kanada liefen "wirklich gut".

Die USA und Mexiko hatten sich am Montag auf eine bilaterale Neufassung des Drei-Länder-Freihandelsabkommens Nafta geeinigt. Vorgesehen sind unter anderem Auflagen, die die Autoproduktion vor Ort ankurbeln sollen, sowie strengere Vorgaben für den Arbeitsschutz. Alle sechs Jahre soll das Abkommen überprüft werden.

Kanada hatte zunächst die USA und Mexiko verbliebene Unstimmigkeiten klären lassen. Trump sieht die USA durch das bisherige Abkommen erheblich benachteiligt - die Gespräche über die Neuauflage laufen schon seit über einem Jahr.

Trotz seiner Zuversicht bekräftigte Trudeau, jegliche Einigung hänge davon ab, "ob es letztendlich ein gutes Abkommen für Kanada gibt". "Ich hab von Anfang an gesagt: Kein Nafta-Deal ist besser als ein schlechter Nafta-Deal", fügte er hinzu.

Bedeutende Kompromisse

Seine Aussenministerin Chrystia Freeland, die für die Gespräche nach Washington gereist war, hob besonders in Bezug auf kanadische Arbeiter die Kompromissbereitschaft Mexikos positiv hervor. Mexiko sei "bedeutende Kompromisse" in Bezug auf die Unterstützung kanadischer Arbeiter eingegangen, sagte sie.

Nach zwei Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sagte Freeland zudem, "es konnte viel erreicht werden". Die Bemühungen Mexikos hätten für Kanada "den Weg freigemacht für bedeutende, substanzielle und produktive Gespräche mit den USA". Zu verbliebenen Streitpunkten wollte sie sich nicht äussern.

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