Navigation

Kanadische Firma glaubt an Bündner Goldvorkommen

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 14:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Disentis GR - Ein kommerzieller Abbau von Gold im oberen Vorderrheintal wird wieder wahrscheinlicher. Die kanadische Murray Brook Minerals Inc. (MBM) verstärkt die Suche nach abbauwürdigen Vorkommen. Im nächsten Jahr will sie 2,5 Millionen Franken für Probebohrungen ausgeben.
Das kanadische Bergbauunternehmen wertete verschiedene Untersuchungen und Sondierungen der letzten Jahre aus und kommt zu einem positiven Fazit. Die Beschaffenheit des Gesteins im Bündner Oberland begünstige grössere Goldvorkommen, teilte die MBM am Donnerstag mit. Die Region gilt noch vor dem Napfgebiet in den Kantonen Luzern und Bern als die goldhaltigste der Schweiz.
Besonders vielversprechend sei der Fund von golddurchsetztem Gestein im Seitental Bova Gronda bei Disentis. Im August entnommene Proben enthielten 2,4 Gramm Gold in einer Tonne Gestein. Für einen profitablen Abbau ist das allerdings zu wenig. Als Minimum gilt eine Konzentration von acht bis zehn Gramm Gold pro Gesteinstonne.
Man gehe davon aus, dass irgendwo in der Gegend eine profitable Goldader liegen müsse, sagte der Gemeindepräsident von Disentis, Dumeni Columberg, zur Nachrichtenagentur SDA. Sie zu finden, sei aber offensichtlich sehr schwierig. Mehrere Firmen haben in den letzten zwanzig Jahren das Handtuch geworfen.
Doch selbst wenn auch die neueste Goldsuche buchstäblich im Sande verläuft, die Region hat vom Goldrausch schon jetzt profitiert. Auf einen allfälligen Volltreffer sind Disentis und seine Nachbargemeinden Sumvitg und Medel/Lucmagn vorbereitet. Letztes Jahr verabschiedeten sie ein Bergbaugesetz. Es definiert die Bedingungen für die Erteilung einer Abbaukonzession.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?