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Bern - Im Kanton Bern werden am Regierung und Parlament neu bestellt. Für die 2008 von der SVP abgespaltene BDP ist dies der erste mit Spannung erwartete Prüfstein. Auf dem Spiel steht aber auch die vor vier Jahren eroberte rot-grüne Regierungsmehrheit.
Akut bedroht scheint diese auf den ersten Blick nicht. Darin sind sich verschiedene Politologen einig. Doch gibt es Unwägbarkeiten. Unter anderem haben die Freisinnigen zum Angriff auf den verfassungsmässig garantierten Sitz für den Berner Jura geblasen.
Dieser Jurasitz ist aktuell in SP-Hand. Fällt er an die Bürgerlichen, wäre die rot-grüne Regierungsmehrheit Geschichte.
Profitieren könnte Rot-Grün vom Umstand, dass die Bürgerlichen in letzter Zeit vor allem mit sich selber beschäftigt waren. Die Kampfscheidung von SVP und BDP band viele Kräfte und führte letztlich dazu, dass die Bürgerlichen nicht gemeinsam zu den Wahlen antraten.
Die Wirtschaftsverbände versuchten mit einer kostspieligen Kampagne, alle Bürgerlichen an einen Tisch zu bringen. Ob dies den ersehnten Erfolg bringt, ist offen.
Von den sieben Regierungsmitgliedern treten sechs zur Wiederwahl an. Einzig Finanzdirektor Urs Gasche tritt ab. Das Pikante daran: Gasche wurde seinerzeit für die SVP in den Regierungsrat gewählt, wechselte dann aber, als einer der führenden Köpfe, zur BDP.
Um Gasches Sitz liefern sich nun die SVP und die BDP ein Prestigeduell. Dabei kann die SVP auf eine traditionell grosse Hausmacht zählen. Das Abschneiden der BDP dürfte ein Signal sein für die eidgenössischen Wahlen im Herbst 2011.
Für die BDP sind die Berner Wahlen der erste grosse Prüfstein seit ihrer Abspaltung von der SVP - und dies erst noch in ihren Stammlanden. Nun wird sich zeigen, wie viel Rückhalt die Partei im Volk wirklich geniesst und ob Anstand als Parteiprogramm ausreicht.

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SDA-ATS