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Der Kanton Freiburg ist nicht überdurchschnittlich erdbebengefährdet. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch präsentierte Studie.

2004 schreckten die Freiburger Behörden wegen eines Berichts des Schweizer Erdbebendienstes auf. Darin hielten Fachleute Erdbeben von der Stärke 6 im Kanton Freiburg für möglich - ein deutlich höherer Wert als zuvor angenommen.

Die Experten begründeten ihre Annahme damit, dass sich im Osten der Agglomeration Freiburg eine Verwerfung von mehreren Dutzend Kilometern Länge in der Erdkruste befinde.

Professor Jon Mosar vom Departement für Geowissenschaften der Universität Freiburg untersuchte daraufhin im Auftrag des Kantons die Tektonik und Seismizität auf Freiburger Kantonsgebiet genauer.

In einer ersten Zwischenbilanz kam Mosar zwei Jahre später zum Schluss, dass es sich nicht um eine grössere Verwerfung, sondern um mehrere kleine handelte. In den folgenden Jahren wurden die Kenntnisse weiter verfeinert. Zum Thema entstanden verschiedene Dissertationen und Masterarbeiten.

Insgesamt hält der Freiburger Professor die Erdbebengefährdung im Kanton Freiburg nicht für merklich höher als die in den vergangenen Jahrzehnten gemessene Erdbebenaktivität. Das heisst, dass Mosar höchstens mit Erdbeben der Stärke 4,5 rechnet. Ein stärkeres Erdbeben kann aber auch er nicht vollständig ausschliessen, wie er betonte.

Mühleberg nicht tangiert

Die Kenntnis der Erdbebengefährdung ist wichtig, um das Ausmass an Präventionsmassnahmen zu bestimmen. Am stärksten erdbebengefährdet seien alte Häuser und hohe Gebäude aus Mauerwerk, wie Thierry Berset von der Freiburger Gebäudeversicherung ausführte.

Nach der nuklearen Katastrophe in Japan stellt sich auch im Kanton Freiburg auch die Frage nach der Erbebengefährdung von Atomkraftwerken. Das nächste AKW befindet sich in Mühleberg im Nachbarkanton Bern.

Die Berner hätten in Bezug auf die Erdbebensicherheit einen guten Standort gewählt, führte Mosar aus. Das AKW werde nicht von allfälligen Beben bei der Verwerfung östlich von Freiburg tangiert.

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SDA-ATS