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Solothurn - Das Solothurner Volk bestimmt heute Sonntag in einer Stichwahl den Nachfolger des verstorbenen SP-Ständerates Ernst Leuenberger. Als Favorit gilt SP-Kandidat Roberto Zanetti. Die Bewerber von CVP und SVP machen sich die Stimmen gegenseitig streitig.
Im ersten Wahlgang von Ende November hatte Kantonsrat Zanetti seine zwei Konkurrenten klar überrundet. Der 55-jährige SP-Kantonsrat erhielt 42 Prozent der Stimmen. Er scheiterte jedoch am absoluten Mehr. Im zweiten Wahlgang zum Ständerat gewählt ist, wer am meisten Stimmen gewinnt.
Der 48-jährige CVP-Kantonsrat Roland Fürst, Direktor der Solothurner Handelskammer, war im ersten Anlauf auf 29 Prozent der Stimmen gekommen. Die CVP möchte mit Fürst den 1999 mit der Wahl von Leuenberger an die SP verlorenen Ständeratssitz zurückholen.
Der Kandidat der SVP, der 58-jährige Nationalrat Roland Borer, hatte 28 Prozent der Stimmen erhalten. Wegen des schlechten Resultats wechselte die SVP ihren Kandidaten aus. Sie schickte den 48-jährigen Kantonalpräsident und Unternehmer Heinz Müller ins Rennen.
Doch die Bewerber der SVP und CVP stehen sich gegenseitig im Weg. Die FDP, die stärkste Partei im Kanton Solothurn, empfahl keinen Kandidaten. Die Freisinnigen sind seit 1991 mit Rolf Büttiker in der kleinen Kammer vertreten.
Vieles deutet darauf, dass Zanetti in der Stichwahl das Rennen für sich entscheidet. Der Einzug in den Ständerat wäre für den volksnahen Politiker die Krönung einer Karriere, die Siege und Niederlagen kennt.
Vom Gemeindepräsidenten in Gerlafingen stieg Zanetti 1993 in den Kantonsrat auf. 1999 wurde er in den Nationalrat gewählt und 2003 in den Regierungsrat. Auf Kosten der CVP eroberte er für seine Partei einen zweiten Sitz in der Exekutive.
Nach nur zwei Jahren im Amt kam 2005 das Aus. Das Volk wählte ihn ab. Zum Verhängnis geworden war Zanetti die Affäre um die Stiftung Pro Facile des mutmasslichen Millionen-Betrügers Dieter Behring und Wahlspenden aus diesem Umfeld. Im vergangenen März wählte das Volk Zanetti ins Kantonsparlament.

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SDA-ATS