Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Der Kanton St. Gallen unterstützt die Armee beim Einziehen der Waffen von entlassenen Militärdienstpflichtigen. Er reagiert damit auf den Tötungsversuch in Altstätten SG von Mitte April, bei dem ein Mann durch Sturmgewehr-Schüsse schwer verletzt wurde.

Nun ziehen die St. Galler Kantonspolizei und das kantonale Amt für Militär und Zivilschutz die Waffen selber ein, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte. Eigentlich wäre dies die Aufgabe der Armee. Gesamtschweizerisch gibt es rund 700 Fälle von Armeeangehörigen, die ihre Waffen nach der militärischen Entlassung illegal behielten.

Der mutmassliche Täter von Altstätten SG, ein 31-Jähriger, hätte sein Sturmgewehr und die Taschenmunition bereits 2006 abgeben müssen. Der Mann reagierte auf wiederholte briefliche Aufforderungen der Armee nicht.

Am 12. April 2012 schoss er in seiner Wohnung mit dem Sturmgewehr mehrmals auf einen 24-jährigen Mann und verletzte diesen schwer. Die Polizei überwältigte den Schützen und nahm ihm die illegale Armeewaffe ab.

Die St. Galler Sicherheits- und Justizdirektorin Karin Keller-Sutter bot darauf Bundesrat Ueli Maurer an, die Armee beim Einziehen von Waffen zu unterstützen. Die Logistikbasis der Armee hat nun grünes Licht gegeben. Die Zusammenarbeit dauert vorläufig bis Ende Juli, wie es im Communiqué heisst.

Von den 700 pendenten Waffen-Dossiers betreffen 23 den Kanton St. Gallen. Bereits seien erste Waffen eingezogen worden, schreibt der Kanton. Der Fall von Altstätten habe gezeigt: Jeder nicht erfolgte Waffenrückzug bei entlassenen Armeeangehörigen sei ein Risiko.

SDA-ATS