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Herrscht auf der Strasse zwischen Realp und Andermatt Lawinengefahr, können Berufstätige neu auf einen Helikopterservice zählen. (Archivbild)

KEYSTONE/SIGI TISCHLER

(sda-ats)

Ist das Urner Bergdorf Realp wegen Lawinengefahr von der Umwelt abgeschnitten, steht für Pendler neu ein Helikopter bereit. Der Kanton Uri hat diesen Service, den er seit dem Winter 2014/15 für das Meiental anbietet, auf das Dorf unterhalb des Furkapasses ausgeweitet.

Wegen Lawinengefahr gesperrte Strassen seien für Berufstätige eine markante Einschränkung, teilte die Urner Baudirektion am Dienstag mit. Nach der Bevölkerung des Meientals solle deswegen auch die von Realp von lebenserleichternden Massnahmen profitieren.

Für die Berufspendler steht ein Helikopter bereit, wenn die Strasse zwischen Meiendörfli und Wassen nicht befahrbar ist respektive die Strasse und die Bahnstrecke zwischen Realp und Hospental gesperrt sind. Kann wegen des schlechten Wetters oder wegen Dunkelheit nicht geflogen werden, werden die Pendler in Wassen respektive Hospental einquartiert.

Die Kosten für diesen Winterservice übernimmt die Baudirektion. Wie oft der Dienst in Anspruch genommen werde, sei schwer abzuschätzen, sagte Kantonsingenieur Stefan Flury auf Anfrage. In den letzten drei Wintern sei der Dienst für eine auswärtige Übernachtung nur einmal von einem Meientaler in Anspruch genommen worden. Separate Helikopterflüge seien keine angefallen.

Das Angebot an die Meiener und Realper ist vor allem für die Nachtsperrungen gedacht. Diese werden vorgängig per SMS der Bevölkerung mitgeteilt. Flury geht ferner davon aus, dass Betroffene auch bei Verwandten Unterschlupf finden.

Für Realp sind Helikopterflüge zudem nur möglich, wenn neben der Strasse auch die Bahnstrecke nicht benutzt werden kann. Diese verlaufen nicht auf denselben Talseiten, so dass die Lawinenbedingungen gemäss Flury unterschiedlich sein können.

Insgesamt rund 220 Einwohner

Meiendörfli liegt auf 1300 Metern Höhe an der Sustenpassstrasse. Im ganzen Meiental wohnen etwa 60 Personen. Realp hat rund 160 Einwohner und liegt auf über 1500 Metern Höhe.

2013 hatte sich das Urner Parlament gegen eine 1,5 Kilometer lange Schutzgalerie gegen Lawinen an der Strasse zwischen Hospental und Realp ausgesprochen. 2014 war aus finanziellen Gründen auf den Bau einer Winternotstrasse nach Meien verzichtet worden.

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SDA-ATS