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Polizisten laden nach dem Tötungsdelikt in Hemmental, bei dem zwei Männer ihr Leben verloren, einen Sarg in ein Auto. (Archivbild)

KEYSTONE/DOMINIC BAUR

(sda-ats)

Sie habe ihren Vater nicht erstochen. Die 27-jährige Frau, die am Mittwoch vor dem Kantonsgericht Schaffhausen gestanden ist, hat den Vorwurf vehement abgestritten. Sie habe das ursprünglich nur zugegeben, weil die Ermittler sie unter Druck gesetzt hätten.

Ihr Vater und ihr Ehemann hätten sich gegenseitig abgestochen. "Und ich bin jetzt der Idiot vom Dienst", sagte die Beschuldigte mit Nachdruck. Sie wolle nicht für etwas geradestehen, das sie nicht getan habe. Seit eineinhalb Jahren sitze sie in Einzelhaft und verdränge das Ganze jeden einzelnen Tag. "Ich hätte meinem Vater kein Haar krümmen können." Er sei ein lieber Teddybär gewesen.

55 Messerstiche

Die Staatsanwalt wirft der jungen Frau ein regelrechtes Blutbad vor: Sie habe ihren 56-jährigen Vater im Dezember 2015 im Schaffhauser Ortsteil Hemmental mit 55 Messerstichen umgebracht, davon 49 Stiche in Hals und Nacken. Dies habe sie getan, um einen Angriff ihres Vaters auf ihren Ehemann abzuwehren.

Die Beschuldigte gibt an, dass ihr 26-jähriger Ehemann für die Messerstiche verantwortlich gewesen sei, nicht sie. Doch der Ehemann der Frau überlebte den Abend nicht. Der Vater hatte ihm so schwere Stichverletzungen zugefügt, dass er ebenfalls starb.

Wie lange der Prozess dauert und wann das Urteil eröffnet wird, ist noch unklar.

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SDA-ATS