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Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die neue Regierung in Pakistan aufgefordert, Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban aktiv zu unterstützen. Für Gespräche mit den Aufständischen solle Pakistan "eine Möglichkeit oder Plattform" anbieten, sagte Karsai.

Wenn dies ganz oben auf der Tagesordnung stehe, könnten beide Staaten Stabilität und Frieden erreichen, ergänzte der afghanische Präsident am Montag in Islamabad bei einer gemeinsamem Pressekonferenz mit dem pakistanischen Premierminister Nawaz Sharif.

Es ist die erste Reise Karsais nach Pakistan seit dem Amtsantritt Sharifs im Juni. Karsai will, dass Islamabad Einfluss auf die Taliban nutzt, um diese zu direkten Gesprächen mit der Führung in Kabul zu bewegen. Die Aufständischen lehnen das bisher ab, weil sie Karsai für einen Handlanger der USA halten.

Am Montag gab es erneut mindestens sechs Tote, als Taliban im Osten Afghanistans ein Militärlager attackierten. Ein Angreifer sprengte sich am Eingang in die Luft, vier weitere wurden von Soldaten erschossen, wie die Behörden mitteilten. Auch ein afghanischer Soldat wurde bei dem zwei Stunden dauernden Schusswechsel getötet.

Unterstützung Pakistans wichtig für Friedenslösung

Eine Unterstützung Pakistans gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine Friedenslösung in Afghanistan. Karsai hatte jüngst aber erklärt, er sehe eine internationale Verschwörung zur Spaltung seines Landes.

Unter der Führung Pakistans sollten dabei Teile seines Landes an die Taliban gegeben werden. Afghanistan beschuldigt Pakistan, islamistische Extremisten noch immer militärisch und geheimdienstlich zu unterstützen.

Verlegung von Taliban-Verbindungsbüro

Zudem soll es bei den Gesprächen in Islamabad um eine Verlegung des von den Taliban in Katars Hauptstadt Doha eröffneten Verbindungsbüros nach Saudi-Arabien oder in die Türkei gehen. Karsai hatte den Auftritt der Taliban in Katar scharf kritisiert. Diese hatten zunächst eine Plakette mit der Aufschrift "Islamisches Emirat Afghanistan" angebracht und die Taliban-Flagge gezeigt.

Islamabad und Kabul seien sich einig, dass das Verbindungsbüro in ein anderes Land verlegt werden solle, sagte ein pakistanischer Regierungsvertreter. Pakistan sei auch bereit, mehr gefangene Taliban zu entlassen.

"Es kann Fortschritte geben, schnelle Erklärungen sind aber nicht zu erwarten. Diese Dinge brauchen Zeit", sagte ein Mitarbeiter des Aussenministeriums in Islamabad.

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SDA-ATS