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Kaufinteressent Koenigsegg zieht Angebot für Saab zurück

Dieser Inhalt wurde am 24. November 2009 - 17:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Detroit - Der Verkauf der schwedischen General-Motors-Tochter Saab ist geplatzt. Die potenziellen Käufer um den schwedischen Sportwagenhersteller Koenigsegg hätten ihr Angebot zurückgezogen, teilte GM in Detroit mit.
Der Opel-Mutterkonzern zeigte sich über die Entscheidung "sehr enttäuscht", Unternehmenschef Fritz Henderson bezeichnete die Absage der Käufer als "plötzlichen Kurswechsel". Sein Konzern werde nun in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen mit Saab beraten.
Zu den Gründen für die Absage machte GM noch keine Angaben. Der 1947 gegründete Autohersteller Saab hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Der schwedische Luxus-Sportwagenbauer Koenigsegg wollte Saab kaufen und sanieren. Im September hatte Koenigsegg bekannt gegeben, dass sich der chinesische Autokonzern BAIC an dem Geschäft beteiligen wolle, weil der Kaufinteressent alleine nicht genug Geld für die Kauf von Saab habe.
Koenigsegg wurde 1994 gegründet und stellt pro Jahr rund 20 Luxus-Autos her, die jeweils über eine Million Euro kosten. Koenigsegg selbst beschäftigt 45 Mitarbeiter. Saab beschäftigt in Schweden 3400 Mitarbeiter, bei Zulieferern sind weitere 12'000 Menschen tätig. Der Autokonzern machte 2008 einen Verlust von drei Milliarden Kronen (442 Mio. Franken).
GM hat den Opel-Überbrückungskredit in der Höhe von 1,5 Mrd. Euro inzwischen komplett an Deutschland zurückbezahlt. Zudem sollen die Opel-Werke in Bochum und Kaiserslautern erhalten bleiben.
Das Werk in Bochum werde "ein wichtiger Standort auch in Zukunft" bleiben, sagte GM-Europachef Nick Reilly nach einem Treffen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers in Düsseldorf.
Auch der Standort Kaiserslautern bleibe bestehen, sagte Reilly nach einem Gespräch mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. In Kaiserslautern gibt es ein Komponentenwerk mit etwa 2300 Beschäftigten und eine Motorenfertigung ("Powertrain") mit noch einmal rund 1100 Beschäftigten.

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