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Keine Hinweise auf vorzeitige Entlassung von Max Göldi

Dieser Inhalt wurde am 21. April 2010 - 07:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Situation des in Libyen inhaftierten Schweizers Max Göldi ist nach zwei Monaten Gefängnis - der Halbzeit seiner Haft - unverändert. Er befindet nach Angaben von Amnesty International noch immer in einer Zelle ohne Fenster.
Zumindest kann er täglich wenigstens eine Stunde an die frische Luft in den Hof, wie Daniel Graf, Sprecher von Amnesty International, der Nachrichtenagentur SDA sagte.
Göldi erhalte regelmässig, fast täglich, Besuch von Vertretern der Schweizer Botschaft in Tripolis und von seinem Anwalt Salah Zahaf. Die Familie Göldis werde zudem regelmässig von den Schweizer Behörden über seine Lage informiert.
"Es geht Max Göldi den Umständen entsprechend gut", sagte Graf weiter. Seine Gesundheit biete keinen Anlass zur Sorge.
Zurzeit gebe es jedoch keine Hinweise darauf, ob Göldi, der seit dem 22. Februar im Gefängnis ist, frühzeitig freikomme oder ob seine Untersuchungshaft von zehn Tagen angerechnet werde.
Es sei zu befürchten, dass er die volle viermonatige Strafe absitzen müsse und erst im Juni freikomme. Offen sei auch, ob er nach der Haftentlassung unverzüglich in die Schweiz zurückreisen könne.
Amnesty International hat auch keine Informationen darüber, ob der von Göldi am 10. März beim obersten Gericht eingereichte Rekurs gegen seine Haftstrafe sowie die Gesuche um Haftreduktion und um Begnadigung schon behandelt wurden.
Offen ist für die Menschenrechtsorganisation zudem, ob die EU-Vermittlung einer Lösung näher gekommen ist. Vor allem Spanien, das zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne hat, und Deutschland, hatten in der Affäre Gaddafi vermittelt.
Ein Grund für Göldis Bereitschaft, die Sicherheit der Schweizer Botschaft zu verlassen und ins Gefängnis zu gehen, war Amnesty International zufolge die Zusicherung der EU, sich für seine rasche Freilassung einzusetzen.
Nach der Einigung der EU und Libyens im Visa-Streit Ende März hatten sich insbesondere Spanien und Deutschland dafür ausgesprochen.

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