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Das Eishockeyturnier an den Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr in Pyeongchang wird ohne die NHL-Spieler stattfinden.

Die beste Liga der Welt gab in einem Statement bekannt, dass sie den Spielbetrieb nicht für die Olympischen Spiele unterbrechen werde und erklärte die Angelegenheit für "offiziell geschlossen".

Bei den letzten fünf Olympischen Spiele hatte die NHL im Februar eine 17-tägige Pause gemacht, um ihren Spielern die Teilnahme zu ermöglichen. Nun ist die Liga nach monatelangen Verhandlungen nicht mehr bereit dazu. "Die überwältigende Mehrheit der Klubs ist vehement dagegen, den Spielbetrieb zu unterbrechen", schreibt die NHL auf ihrer Website. Damit wird das Turnier in Südkorea ohne viele der besten Spieler der Welt stattfinden.

Man sei offen gewesen für Vorschläge des IOC, des internationalen Eishockeyverbands (IIHF) oder der Spielergewerkschaft, um die Klubbesitzer umzustimmen. "Es ist aber kein bedeutender Dialog zustande gekommen", schreibt die NHL weiter. "Offen gesagt sehen wir nicht, was die Teilnahme bei Olympia uns bringen könnte", hatte der stellvertretende NHL-Boss Bill Daly bereits während des All-Star-Wochenendes im Januar gesagt.

Einige der Starspieler hatten sich allerdings lange für eine Teilnahme stark gemacht - vergeblich, wie sich nun zeigt. Am Ende ging es wohl auch nicht mehr um die Kosten, denn noch vergangene Woche hatte die IIHF unter dem Schweizer Präsidenten René Fasel erklärt, die zuletzt stets vom IOC übernommenen Reise- und Versicherungskosten von NHL-Spielern übernehmen zu wollen. Die Vereinschefs wollen aber offensichtlich nicht mitten im Winter - in der Hauptsaison für Eishockey - den Betrieb unterbrechen.

Eine Rolle dürfte auch spielen, dass Südkorea im Gegensatz zu den letzten beiden Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi kein traditioneller Eishockeymarkt mit entsprechenden Werbemöglichkeiten ist. Damit werden die grossen Nationen erstmals seit Lillehammer 1994 mit eigentlichen B-Teams antreten müssen. Sportliche Profiteure könnten Russland und andere Länder mit vielen Spielern in der KHL sein.

Die Schweiz wird auf Stars wie Roman Josi, Nino Niederreiter oder Luca Sbisa verzichten müssen. Umgekehrt könnte für Spieler, die mit einem Transfer nach Europa liebäugeln, zum Beispiel Mark Streit, die Aussicht auf eine Olympia-Teilnahme verlockend sein.

Ob die NHL-Saison für die übernächsten Winterspiele 2022 in Peking wieder pausiert, ist nach dem jüngsten Entscheid mehr als fraglich. Zwar will die Liga auf dem dort deutlich attraktiver angesehenen Markt unbedingt Fuss fassen und vereinbarte vor kurzem erst zwei Vorbereitungsspiele auf die kommende Saison in China. "Wenn sie nicht nach Korea gehen, wird es sehr schwer für sie, nach Peking zu kommen", hatte Weltverbands-Präsident Fasel aber bereits gesagt.

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SDA-ATS