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Trotz intensiver Suche fehlt von den vermissten Zwillingen noch immer jede Spur. Hingegen tauchte ein Zeuge auf, der den Vater am Dienstag gesehen haben will. Ein Rätsel bleibt, warum der Mann seiner Frau mehrere Briefumschläge mit Geld schickte.

"Wir wissen nicht, ob die beiden Mädchen noch am Leben sind", sagte Jean-Christophe Sauterel an einer am Dienstagabend kurzfristig einberufenen Medienkonferenz in Lausanne.

Gesichert ist laut der Waadtländer Polizei nur, dass die Zwillingsschwestern am Sonntag, 30. Januar, gegen 13 Uhr in ihrem Wohnort St-Sulpice VD gesehen wurden. "Sie haben mit Nachbarskindern gespielt", sagte Sauterel. Dann verliert sich die Spur der sechsjährigen Mädchen.

Ohne Kleidung und Kindersitze unterwegs

Da in der Wohnung des Vaters in St-Sulpice sowohl die Kleider seiner Töchter als auch die Auto-Kindersitze gefunden wurden, geht die Polizei davon aus, dass der Mann die Schweiz allein verlassen hat.

Sein Handy wurde jedenfalls an jenem Sonntag gegen 16 Uhr bei Morges VD und später gegen 18.15 Uhr in der Region Annecy F geortet.

Am Montag schrieb der 43-jährige Mann aus dem südfranzösischen Marseille eine Postkarte an seine Frau. Er sei verzweifelt und wolle ohne sie nicht leben, hiess es darauf. Am gleichen Tag kaufte er für sich und die beiden Töchter Fahrkarten für die Fähre nach Korsika. Nach Angaben der Fährgesellschaft CMC wurden die Tickets an Bord gescannt.

Zudem ist ein Zeuge aufgetaucht, der gesehen haben will, wie der Mann am letzten Dienstagmorgen das Schiff in Korsika verlassen hatte - alleine. Die Fahnder schliessen auch nicht aus, dass der Mann mit dem Schiff nach Sardinien gefahren ist. Die Untersuchung wurde deshalb auch auf diese Insel ausgedehnt.

Unklar bleibt zudem, wie und wo der Vater die Zeit zwischen Dienstagmorgen und Donnerstag verbracht hatte. Das nächste Mal wurde der Vater erst wieder am Donnerstag in Cerignola I in der Nähe von Neapel gesehen. Dort hatte er sich am Donnerstagabend vor den Zug geworfen.

Rätselhafte Briefe

Weitere Rätsel gibt auf, warum die Mutter der verschwundenen Zwillinge aus Italien mehrere Briefumschläge mit Geld vom Vater erhalten hat.

Laut der Kantonspolizei sind die Briefe in Bari aufgegeben worden. Die Umschläge enthielten 50-Euro-Noten, im Wert von insgesamt 4400 Euro, wie die Polizei schreibt. Der Bruder der Frau hatte von 5000 Euro gesprochen.

Der Onkel der Zwillinge kritisierte am Dienstag die Arbeit der Polizei. Seiner Ansicht nach hatte sie die Dringlichkeit der Vermisstmeldung nicht erkannt.

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SDA-ATS