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Kinder bis 14 Jahre sind wieder häufiger ohne Velohelm unterwegs als 2012. Das Parlament hatte eine Helmtragpflicht für Kinder vor einem Jahr abgelehnt. Zugenommen hat dafür die Disziplin der Erwachsenen. Das Ausmass des Nutzens von Velohelmen ist jedoch umstritten.

Von den Kindern bis 14 Jahre waren dieses Jahr 63 Prozent mit Helm unterwegs - im vergangenen Jahr waren es noch 68 Prozent. Dies geht aus einer Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Ob sich hier ein "besorgniserregender Trend" abzeichne, werde sich in den kommenden Jahren weisen, schreibt die Beratungsstelle. Weil ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt und sie im Verkehr wenig geübt seinen, hätten Kinder ein höheres Unfallrisiko. Für sie sei der Schutz daher besonders wichtig.

Vor einem Jahr hatte das Parlament im Rahmen des Verkehrssicherheitspakets Via Sicura eine Helmpflicht für Kinder abgelehnt. Die Gegner fanden sich vor allem im Nationalrat. Sie argumentierten unter anderem, dass die Tragquote bei Kindern bereits hoch sei und befürchteten, eine Pflicht bis 14 Jahre komme einer Aufforderung gleich, später keinen Helm mehr zu tragen.

Pflicht für schnelle E-Bikes

Bei den Erwachsenen nimmt im Gegensatz zu den Kindern die Quote der Helmträger zu. Insbesondere die 30- bis 44-Jährigen greifen laut bfu häufiger zum Kopfschutz: In diesem Jahr waren es 55 Prozent, im vergangenen Jahr erst 46 Prozent. Über alle Altersgruppen gesehen hat die Tragquote um 3 Prozentpunkte auf 46 Prozent zugenommen.

Für schnelle E-Bikes mit Geschwindigkeiten zwischen 25 und 45 Stundenkilometern ist das Tragen eines Helms seit einem Jahr Pflicht. Mittlerweile sind denn auch 88 Prozent der Lenkerinnen und Lenker mit einem Helm unterwegs. Für alle E-Bikes zusammen liegt die Quote wie bereits im vergangenen Jahr bei 74 Prozent.

Die bfu will das freiwillige Helmtragen weiterhin fördern. Das Ausmass des Nutzens ist allerdings umstritten - internationale Studien kommen zu unterschiedlichen Schlüssen, was Risikoreduktion und Art der verhinderten Verletzungen anbelangt. Die bfu geht davon aus, dass der Helm das Risiko einer Kopfverletzung um rund 40 Prozent reduzieren kann.

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SDA-ATS