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Stelle in Tuam, wo die Ermittler ein Massengrab mit Kinderleichen gefunden wurde (Archiv)

KEYSTONE/AP PA/NIALL CARSON

(sda-ats)

Ermittler in Irland haben erste Erkenntnisse über entdeckte Massengräber mit Kinderleichen präsentiert. In unterirdischen Kammern im westirischen Tuam, wo ein Heim für unverheiratete Mütter gewesen war, seien "erhebliche Mengen" menschlicher Überreste gefunden worden.

Einige der Leichen seien untersucht worden. Es handle sich um Föten und Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren, teilte die Untersuchungskommission am Freitag in Dublin mit.

Das Heim in Tuam wurde von 1925 bis 1961 von der römisch-katholischen Kirche betrieben. Die Leichen stammen der Untersuchungskommission zufolge höchstwahrscheinlich aus dieser Zeit.

"Die Kommission ist schockiert von dieser Entdeckung und ermittelt weiterhin, wer verantwortlich für die Entsorgung menschlicher Überreste in dieser Art war", hiess es am Freitag weiter.

Eine Kommission untersucht im Auftrag der Regierung Hinweise auf Missbrauch in ehemaligen Mutter-Kind-Heimen in dem streng katholischen Land.

Im Juni 2014 hatte der damalige Kinder- und Jugendminister Charlie Flanagan über die Arbeit mehrere Regierungstellen informiert, welche sich mit Berichten über Massengräber befassen sollten. Dabei hatte besonders der Fall von Tuam für Aufsehen gesorgt. Das dortige Massengrab war 1975 von zwei Zwölfjährigen entdeckt worden.

SDA-ATS

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