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Olympiasieger Eliud Kipchoge wird seiner Favoritenrolle am Marathon in Berlin gerecht. Den angestrebten Weltrekord verpasst der Kenianer mit 2:03:32 Stunden um 35 Sekunden.

Die Besetzung in Berlin schien ein Garant für einen Weltrekord zu sein. Neben Kipchoge gingen mit dem Äthiopier Kenenisa Bekele und dem Kenianer Wilson Kipsang zwei weitere Hochkaräter an den Start. Das Trio nimmt in der ewigen Bestenliste die Plätze 2 (Bekele) bis 4 (Kipsang) ein. Zudem wurden die letzten sechs Weltrekorde auf dem flachen Parcours in der deutschen Hauptstadt gelaufen.

Allerdings waren die Bedingungen wegen Regens nicht optimal, und es kam auch nicht zum erwarteten Dreikampf. Kipsang gehörte zwar nach 30 Kilometern noch zur dreiköpfigen Spitzengruppe, dennoch stieg er bei dieser Marke aus. Vorjahressieger Bekele verlor zwischen der Halbmarathon-Marke und dem 25. Kilometer 21 Sekunden und gab zehn Kilometer später auf.

Debütant als Herausforderer

Dennoch wurde Kipchoge hart gefordert, und zwar vom Äthiopier Guye Adola, der seinen ersten Marathon überhaupt bestritt. Bis kurz vor Kilometer 40 lag der 26-Jährige gar einige Sekunden vor dem Favoriten, der am Ende mit einem Vorsprung von 14 Sekunden triumphierte. Dritter wurde mit Mosinet Geremew ein weiterer Äthiopier (2:06:09). "Das war der schwerste Marathon meines Lebens", sagte Kipchoge. Der 32-Jährige feierte in seinem zehnten Marathon den neunten Sieg, den zweiten in Berlin nach jenem von 2015. Kipchoge hatte erst mit 28 Jahren auf die 42,195 km gewechselt. Davor war ein ein erfolgreicher Bahnläufer gewesen- 2003 gewann er über 5000 m WM-Gold.

Starke Schweizer Männer

Als bester Schweizer klassierte sich Adrian Lehmann im 16. Rang. Mit 2:15:12 Stunden blieb der Langenthaler bloss um vier Sekunden über seiner vor zwei Jahren auf der gleichen Strecke erzielten Bestzeit. Mit Christian Kreienbühl (26./2:17:17), Andreas Kempf (39./2:19:22) und Geronimo von Wartburg (41./2:29:26) blieben drei weitere Schweizer unter der vom Verband definierten Limite für die im kommenden Jahr stattfindenden Europameisterschaften in Berlin (2:19:30). Bei den Frauen schaffte das Susanne Rüegger, die in 2:39:39 Stunden um 21 Sekunden unter dem geforderten Wert blieb und 17. wurde.

Neuenschwander brach ein und gab auf

Maja Neuenschwander dagegen beendete auch den zweiten Marathon in diesem Jahr nicht, nachdem sie im Frühling in London wegen Schmerzen im Rücken und Gesäss aufgegeben hatte. Bei Hälfte der Strecke lag die 37-jährige Bernerin noch auf dem 7. Platz, ehe sie einbrach. Bis Kilometer 25 verlor sie beinahe dreieinhalb Minuten auf das Top-Quartett. Vor 2017 hatte Neuenschwander sämtliche 20 Marathons beendet. In Berlin war sie 2015 den Schweizer Rekord von 2:26:49 Stunden gelaufen. Den Sieg bei den Frauen sicherte sich die Kenianerin Gladys Cherono (2:20:23) vor der Äthiopierin Ruti Aga (2:20:41) und Landsfrau Valary Aiyabei (2:20:53).

Schweizer Behindertensportler top

Bei den Rollstuhlfahrern gab es zwei Schweizer Triumphe durch Marcel Hug und Manuela Schär. Der als Favorit gestartete Hug, in diesem Jahr schon am Marathon in Boston siegreich, gewann in 1:29:03 Stunden und nahm dem zweitplatzierten Japaner Kota Hokonuie 3:39 Minuten ab. Heinz Frei verpasste das Podest als Vierter um zwei Sekunden. Schär distanzierte ihre Landsfrau Sandra Graf in 1:40:05 Stunden um mehr als fünf Minuten und feierte den dritten Marathon-Sieg 2017 nach Boston und London. Patricia Keller klassierte sich im 4. Rang.

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SDA-ATS