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Wegen des kühlen und feuchten Frühlings startet die Kirschenernte 2013 rund zwei Wochen später als normal. Der Schweizer Obstverband erwartet eine durchschnittlich bis gute Ernte. Bei den Industriekirschen sagt er eine kleinere Ernte und dadurch höhere Preise voraus.

In der Westschweiz wurden in der vergangenen Woche die ersten Kirschen dieses Jahres für den Grosshandel geerntet. Die Haupternte beginnt im Juli und dauert bis August, wie der Schweizer Obstverband am Freitag mitteilte.

Bei gutem Erntewetter rechnet der Verband mit einem normalen Ertrag. So sollen 1875 Tonnen Tafelkirschen in den Handel gelangen. Dies entspricht der Ernte im Jahr 2010. 591 Tonnen entfallen auf die Premium-Klasse, 912 Tonnen auf die Klasse Extra und 372 Tonnen auf die Klasse 1.

Aufgrund der zweiwöchigen Verspätung stehen die Kirschen dieses Jahr besonders in Konkurrenz zu anderen Sommerfrüchten. Die Haupterntezeit liegt zudem in den Sommerferien, wie der Obstverband weiter schreibt.

Bei der Industriekirsche erwartet der Verband eine Ernte, die lediglich rund 60 Prozent der durchschnittlichen Menge der vergangenen vier Jahre beträgt. Die Ernte wird auf 500 bis 600 Tonnen geschätzt.

Wegen geschätzter tiefer Erntemengen werde der Produzentenrichtpreis um 20 Rappen pro Kilo Industriekirschen angehoben. Das ergebe bei einer Liefermenge von 2,5 bis 5 Tonnen handgepflückte Ware einen Richtpreis von 1,82 Franken pro Kilo.

Mittelgrosse Ernte in der Nordwestschweiz

Nach einem nasskalten Frühjahr erwartet die Nordwestschweiz, wo ein Grossteil der Schweizer Kirschen geerntet werden, eine späte, aber immer noch mittelgrosse Kirschenernte. Das Früchte-Zentrum Basel geht von etwa 774 Tonnen Tafelkirschen und 484 Tonnen Konservenkirschen aus. Die Erntezeit dürfte von Ende Juni bis in den August hinein dauern.

Schon seit Juni 2012 habe es in der Nordwestschweiz mehr oder gar viel mehr Niederschläge gegeben als sonst, und seit Dezember habe es an Sonne gefehlt, schreibt das Früchte-Zentrum Basel in einer Mitteilung vom Freitag. Am schlimmsten gewesen sei der Mai.

Witterung für Bienenflug nicht ideal

Die Vegetation habe sich daher erst spät aus der Winterruhe verabschiedet, und der Entwicklungsrückstand auf das Vorjahr habe schon Anfang April etwa zwei Wochen betragen, hiess es. Immerhin habe es kaum Spätfröste und darum auch kaum Schäden gegeben.

Die Kirschbäume hätten etwa ab Mitte April geblüht. Das schöne Wetter dauerte jedoch nicht lange, und die Witterung sei für den Bienenflug nicht vorteilhaft gewesen. Die Befruchtung sei mittelmässig, die Entwicklung der Früchte eher mässig gewesen.

Der sonnenärmste, kälteste und nässeste Winter und Frühling seit Jahrzehnten habe aber nicht verhindern können, dass es Kirschen gibt. Klein ausfallen werde 2013 die Brennkirschenernte, da viele Hochstammbäume ungenügend gepflegt werden und keine Pflanzenschutz erfolgt.

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SDA-ATS