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Die Vereinigten Arabischen Emirate sollen im Jemen an Kriegsverbrechen beteiligt sein. Das behauptet eine Menschenrechtsorganisation und klagt vor dem Internationalen Strafgerichtshof. (Aufnahme von Sanaa am 11. November nach einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Koalition)

KEYSTONE/EPA/YAHYA ARHAB

(sda-ats)

Wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen im Jemen hat eine Menschenrechtsorganisation beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Klage gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eingereicht.

Die arabische Organisation für Menschenrechte in Grossbritannien (AOHR) beschuldigt die Emirate, "willkürliche Angriffe gegen Zivilisten" verübt zu haben, wie ihr Anwalt Joseph Breham der Nachrichtenagentur AFP am Montag sagte. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Teil der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen.

Breham zufolge wirft die Nichtregierungsorganisation den Emiraten zudem vor, international geächtete Streubomben eingesetzt zu haben. Angeheuerte Söldner sollen ferner Foltermethoden in jemenitischen Gefängnissen angewandt haben.

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Fatou Bensouda, wird darüber entscheiden, ob aufgrund der Vorwürfe Vorermittlungen eingeleitet werden.

Im Jemen kämpfen seit 2014 schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des früheren Staatschefs Ali Abdullah Saleh gegen Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein. Mehrere Tausend Menschen sind seither getötet worden, Millionen sind auf Hilfe angewiesen.

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SDA-ATS