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KLM-Beschäftige reden Air-France-Kollegen ins Gewissen

Die Mitarbeiter der niederländischen Fluggesellschaft KLM reagieren besorgt auf die jüngsten Handgreiflichkeiten von französischen Kollegen gegen das Management des Schwesterunternehmens Air France.

Die Beschäftigten in Paris sollten konstruktive Gespräche mit der Firmenführung suchen und nicht länger die Öffentlichkeit verstören, hiess es in einem von mehr als 1000 KLM-Mitarbeitern unterzeichneten Appell. Die niederländische Gewerkschaft CNV kritisierte, Kollegen von Air France verhielten sich wie "verzogene Kinder".

Aufgebrachte Beschäftigte der französischen Fluggesellschaft hatten am Montag Top-Manager in die Flucht geschlagen und Personalchef Xavier Broseta das Hemd vom Leib gerissen, nachdem die Konzernleitung Pläne für Stellenkürzungen bekanntgemacht hatte. Die Handgreiflichkeiten hatten international für Aufsehen gesorgt.

KLM war 2004 von Air France übernommen worden, beide Unternehmen haben aber ihre eigenen Strukturen beibehalten. Der fusionierte Konzern Air France-KLM steht ebenso wie der Lufthansa-Konzern, zu dem auch die Fluggesellschaft Swiss gehört, wegen der Billigflieger und der arabischen Konkurrenz unter starkem Druck.

Während die niederländische Konzerntochter deswegen geplante Einsparungen nach eigenen Angaben konstruktiv begleiten will, kämpft die französische dagegen an. Insidern zufolge sollen in mehreren Schritten rund 7900 Stellen gestrichen werden, auch durch Entlassungen.

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