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Schweden und England machen ab 16 Uhr in Samara den Halbfinal-Gegner von Kroatien oder Gastgeber Russland unter sich aus. Der Sieger stösst erstmals seit den Neunzigerjahren wieder in die Top 4 vor.

"Man sagt, dass unsere Mannschaft einfach zu analysieren, aber schwierig zu schlagen ist. Ich glaube, das trifft es ganz gut", sagte Trainer Janne Andersson, nachdem Schweden erstmals seit 60 Jahren an einer WM wieder zwei Spiele in Serie gewonnen hatte. "Nun werden wir ernst genommen."

Wie schwierig es ist, die Skandinavier zu besiegen, hatte auch die Schweizer Nationalmannschaft erfahren müssen. Als "bloody difficult" (verdammt schwierig) beschrieb Englands Trainer Gareth Southgate die Aufgabe. "Wir haben die Schweden jahrelang unterschätzt." Von den letzten 15 Duellen gewann England nur zwei, die beiden Vergleiche an WM-Endrunden endeten jeweils mit einem Remis. Und dennoch betonte Southgate: "Vielleicht kommt eine solche Gelegenheit nie wieder."

Ähnliche Vergangenheit

Die WM-Historie beider Nationen ist ähnlich. Der grösste Erfolg liegt mehr als ein halbes Jahrhundert zurück und gelang jeweils am Turnier im eigenen Land. Schweden unterlag 1958 im Final gegen Brasilien mit dem 17-jährigen Pelé, England gewann 1966 im Wembley gegen Deutschland den Titel. Die letzte Halbfinal-Qualifikation schafften beide in den Neunzigerjahren, als England 1990 Platz 4 und Schweden 1994 Platz 3 belegte.

England geht als Favorit in die Partie, nachdem es das Penaltyschiessen-Trauma an Endrunden mit dem Erfolg gegen Kolumbien beseitigt hat. Im Vergleich zu früheren Jahren verfügen die "Three Lions" über eine Mannschaft, die spielerisch überdurchschnittlich ist, und mit Harry Kane wissen sie den bisherigen Topskorer des Turniers in ihren Reihen. Die Bilanz des bald 25-Jährigen, der in 149 Premier-League-Spielen für Tottenham Hotspur 108 Tore schoss, ist überragend: In den zehn Spielen unter Southgate traf er immer, in seinen acht Partien als Captain erzielte er zwölf Treffer, die Hälfte davon bei seinen drei Einsätzen in Russland.

Babyfreuden auf beiden Seiten

Einen Goalgetter à la Kane haben die Schweden nicht zu bieten. "Wir sind eine Mannschaft, jeder trägt seinen Teil dazu bei", sagte Trainer Andersson, der den gesperrten Mikael Lustig ersetzen muss. "Wir sind seit 45 Tagen zusammen und haben jede Menge Spass." Zur guten Stimmung trägt auch das Teamquartier im Ferienort Gelendschik am Schwarzen Meer bei. Der gute Teamgeist und die Aussicht, Sportgeschichte zu schreiben, bewog den schwedischen Captain Andreas Granqvist sogar dazu, für die Geburt seiner Tochter auf die Rückkehr in die Heimat zu verzichten. "Meine Frau hat gesagt, dass ich hier bleiben und Fussball spielen soll."

Auch auf Seiten der Engländer gab es Vaterfreuden. Im Gegensatz zu Granqvist hatte Fabian Delph wegen der Geburt seines Kindes in der Achtelfinal-Partie gegen Kolumbien gefehlt. Delph spielt wie alle Engländer in seiner Heimat, das Kader der Schweden hingegen besteht aus lauter Legionären. Drei verdienen ihr Geld in England, einer von ihnen ist der gegen die Schweiz gesperrte Sebastian Larsson. "Der Druck liegt bei ihnen", sagte der Mittelfeldspieler, der seit 17 Jahren auf der Insel spielt. "Es wäre ein riesiges Fiasko, wenn sie gegen Schweden ausscheiden würden."

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SDA-ATS