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Die Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat Ende März ihren Bericht zur Reaktorkatastrophe von Fukushima veröffentlicht. Darin empfiehlt sie einige weitergehende Massnahmen als das Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) in Betracht zieht.

Insbesondere das Wasserstoffproblem ist nach Ansicht der KNS in Schweizer Atomkraftwerken noch nicht befriedigend gelöst. Die Kommission, die den Bundesrat und das ENSI in Fragen der nuklearen Sicherheit von Atomkraftwerken berät, schreibt: "Der Beherrschung einer schnellen Wasserstoffproduktion muss mehr Beachtung geschenkt werden."

Es gelte zu verhindern, dass in einem grösseren Teil des Reaktorblocks ein zündfähiges Gemisch entstehe. Sollte es dennoch zu einer Zündung von Wasserstoffgas kommen, so müsse die Druckspitze beherrschbar bleiben, schreibt die KNS in ihrem Bericht, den das "Echo der Zeit" von Schweizer Radio DRS am Samstagabend publik gemacht hat.

In der Schweiz werde die Wasserstoffkonzentration zwar überwacht. Die Systeme seien allerdings je nach AKW unterschiedlich und die Ziele könnten "mit den vorgesehenen Vorkehrungen nicht hinreichend sicher erreicht werden". Deshalb empfiehlt die KNS als "bevorzugtes Mittel" eine kontrollierte Druckentlastung "deutlich vor Erreichen des Berstdrucks".

Erdbeben- und Hochwassergefahr

Als Kritik kann die Empfehlung der KNS aufgefasst werden, dass die "Fragen der massgebenden Erdbebengefährdung mittlerweile seit zehn Jahren hängig sind". Die Annahmen bedürften einer Anpassung an den "neueren Stand der Technik". Die KNS fordert, dass diese Gefahrenbeurteilung zeitnah abgeschlossen und die Bestimmungen durch die AKW-Aufsichtsbehörde ENSI festgelegt werden.

Deutlich wird die Kommission bei der Hochwassergefahr: Historische Untersuchungen könnten neue Erkenntnisse liefern, hält sie in ihrem Bericht fest und empfiehlt, dass diese bei den periodischen Sicherheitsüberprüfungen auch berücksichtigt werden.

Zudem regt die KNS an, die Gefahr von gleichzeitig auftretenden Hangrutschen zu beachten. Auch die Gefahr bei anhaltender Trockenheit sei vertieft abzuklären. Diese könnten in die detaillierteren Nachweise zur Beherrschung von extremen Wetterbedingungen einfliessen, welche das ENSI nach dem EU-Stresstest von den AKW-Betreibern nun fordert.

SDA-ATS