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Am Dienstag kommt es in der Champions League zum Spitzenspiel gegen Titelverteidiger Real Madrid. Die Dortmunder Hausse mit 14 Bundesliga-Toren innert 6 Tagen steht auf dem Prüfstand.

Der prominente Gegner aus Spanien versetzt die Deutschen nicht in Angst und Schrecken, nicht nach dem 6:1 vom letzten Samstag gegen Borussia Mönchengladbach. "Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel gegen Real und wollen ein Zeichen setzten", sagte Mittelfeld-Taktgeber Julian Weigl, der am Samstag sein Comeback mit einem Tor gekrönt hatte. Sechs Spiele, 16 Punkte, 19:1 Tore sind der statistische Beweis eines nahezu perfekten Dortmunder Saisonstarts.

Fürs Erste scheint es, als habe der neue Trainer Peter Bosz die Borussia spielerisch auf ein nächstes Level gehievt, nachdem dies zuvor bereits Thomas Tuchel als Nachfolger von Meistercoach Jürgen Klopp gelungen war. Doch noch sind Zweifel an der wahren Stärke der Borussia angebracht. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb von "Artisten auf dem Hochseil". Will heissen: Spektakel ist da, Risiken sind es ebenfalls.

6 Tage, 14 Tore

Beim Auftakt in die Champions League verlor Dortmund gegen Tottenham Hotspur jedenfalls 1:3, weil die Engländer und ihre Konterstürmer Harry Kane und Heung-Min Son den BVB-Code geknackt hatten. Die Dortmunder mussten schmerzhaft erfahren, dass es nicht nur Mönchengladbach, den Hamburger SV oder den 1. FC Köln gibt, gegen die der BVB letzte Woche innerhalb von sechs Tagen 14 (Bundesliga-)Tore erzielte.

Real Madrid wäre nun für Dortmund im Prinzip die schwerste aller Prüfungen. Doch das Team von Zinédine Zidane, das in den letzten anderthalb Jahren sieben nationale und internationale Titel gewann, ist seit der Sommerpause noch nicht auf Betriebstemperatur gekommen. Das gilt in erster Linie für die Offensive, die in sechs Meisterschaftsspielen nur elf Tore zu Stande gebracht hat. Zu Saisonbeginn hat man die Baisse noch mit der Sperre gegen Cristiano Ronaldo erklären können. Doch zuletzt gab es selbst mit dem Weltfussballer nur drei Punkte und zwei Tore in zwei Spielen.

20 Schüsse, 0 Tore

122 Mal hat Real in sechs Partien auf das gegnerische Tor geschossen, rechnete die Zeitung "Marca" vor. Also trifft die Real-Offensive nur bei jedem elften Versuch. Ronaldos Bilanz ist noch schlechter. Gegen Betis Sevilla und Alaves kam er 20 Mal zum Abschluss. Tore: 0! Bei solchen Zahlen ist die nächste Krise nah, zumal der Rückstand auf Leader und Erzrivale FC Barcelona bereits sieben Punkte beträgt. Ein Fehltritt in Dortmund in der Champions League kann sich Real nicht erlauben.

Die ersten Kritiker am unantastbaren Trainer Zidane haben sich bereits formiert. Sie prangern noch nicht das Sportliche auf dem Rasen an, sondern konzentrieren sich vorerst auf Nebenschauplätze. Dass Zidane im Sommer dem Abgang der Stürmer und Edelreservisten Alvaro Morata (Chelsea), James Rodriguez (Bayern München) und Mariano Diaz (Lyon) zugestimmt hat, wird ihm nun als Fehleinschätzung ausgelegt.

Der Beitrag des Trios an den letztjährigen Triumphen mag marginal gewesen sein, doch aktuell ist es ein Fakt, dass die drei in dieser Saison in ihren neuen Klubs zusammen mehr Tore erzielt haben als das gesamte Real-Kader. Während Zidane von der Presse Ruhe einfordert, weiss Aussenverteidiger Nacho bereits jetzt, was in Dortmund auf sein Team zukommt. "Der Druck wird immens sein." Und damit meinte er nicht nur den rassigen Spielstil, den der Gegner derzeit praktiziert.

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SDA-ATS