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Die spanische Königstochter Cristina geht im Korruptionsskandal um ihren Ehemann Iñaki Urdangarín zum Gegenangriff über. In der Affäre um die Unterschlagung mehrerer Millionen Euro legte ein Anwalt Cristinas am Dienstag Einspruch ein.

Er richtet sich gegen den Beschluss von Ermittlungsrichter José Castro, Cristina zur Beschuldigten zu erklären. Spanische Medien berichteten unter Berufung auf Justizkreise über den Einspruch.

Castro hatte die zweitälteste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofia am 3. April zur Beschuldigten erklärt und für den 27. zu einer Vernehmung in Palma de Mallorca vorgeladen. Nachdem bereits die Staatsanwaltschaft Einspruch gegen die Entscheidung des Richters eingelegt hatte, wurde die Vorladung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der spanischen Monarchie, dass die Justiz in einem Korruptionsskandal gegen einen direkten Nachkommen des Königs ermittelt.

Urdangarín steht im Verdacht, Steuergelder in Höhe von rund sechs Millionen Euro unterschlagen zu haben. Der frühere Handballprofi hatte als Präsident der gemeinnützigen Stiftung Nóos Gelder von Regional-Regierungen und anderen Sponsoren erhalten, um Kongresse und Werbeveranstaltungen zu organisieren.

Er steht im Verdacht, einen Teil davon auf eigene Konten abgezweigt zu haben. Richter Castro meint, dass Cristina als Nóos-Vorstandsmitglied an den Geschäften ihres Gatten aktiv beteiligt war.

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SDA-ATS