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Die Schweizer Wirtschaft wird 2012 laut der Konjunkturforschungsstelle KOF deutlich weniger stark wachsen als ursprünglich angenommen. Die KOF geht noch von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,9 Prozent aus.

Im März prognostizierten die Konjunkturforscher der ETH Zürich noch ein BIP-Wachstum von 2,3 Prozent. Verantwortlich für das tiefere Wachstum sei der starke Franken sowie die schwächere weltweite und insbesondere europäische Konjunkturentwicklung, heisst es in der am Dienstag veröffentlichten KOF-Sommerprognose 2011.

So werde eine Umschuldung Griechenlands immer wahrscheinlicher, was negative Konsequenzen für die öffentlichen Haushalte, den Bankensektor und das Vertrauen in die Europäische Währungsunion hätte. Europas Wirtschaftsaussichten seien deswegen nicht rosig, trotz sehr hoher Wachstumsraten einzelner Länder wie etwa Deutschland.

In den USA würde sich der Abbau der Staatsschulden negativ auswirken. Japan stecke wegen der Natur- und Nuklearkatastrophe von Fukushima faktisch in einer Rezession.

Höheres BIP-Wachstum im 2011

Für das laufende Jahr hält die KOF dagegen an ihrer bisherigen Konjunkturprognose fest. Sie rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent. Dahinter stünden etwa steigende Exporte, die bisher "unerwartet" wenig von der Frankenstärke belastet worden seien.

Auch ein anhaltend hohes Bevölkerungswachstum kurble die Wirtschaft an. Auf dem Arbeitsmarkt dürfte die Beschäftigung weiter zunehmen. Die KOF prognostiziert für das laufende Jahr eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent und für das kommende Jahr eine Quote von 2,7 Prozent.

Inflationsgefahr nicht in Sicht

Inflation sei in der Schweiz nach wie vor kein Thema. Für 2011 rechnen die Konjunkturforscher mit einer Inflationsrate von 0,7 Prozent. Mit einer leichten Abwertung des Franken dürfte sie 2012 leicht höher ausfallen.

Die tiefe Inflationsrate würde "an und für sich" die gegenwärtige expansive Politik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stützen, heisst es weiter. Jedoch sollten eine "Normalisierung" des Zinsniveaus sowie die steigenden Preise auf den Immobilienmärkten zu einem Umdenken anregen.

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SDA-ATS